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Sächsische Binnenhäfen steigern Umsatz

Firmengruppe besonders mit Geschäften in Tschechien zufrieden

Dresden (dapd-lsc). Die Unternehmensgruppe der "Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe" (SBO) hat 2011 den Umsatz um 600.000 Euro auf 16 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Der Güterumschlag in den sechs Häfen der Firmengruppe in Dresden, Riesa, Torgau, Roßlau sowie Lovosice und Decin lag bei 2,7 Millionen Tonnen, wie SBO-Geschäftsführer Detlef Bütow am Dienstag in Dresden sagte.

Das seien zwar 200.000 Tonnen weniger gewesen als 2010. Dennoch sei er mit der Entwicklung der Firma in den vergangenen Jahren zufrieden, sagte Bütow. 2010 sei ein Spitzenjahr gewesen, 2011 hätten sich die Geschäfte wieder normal entwickelt.

Den Rückgang des Güterumschlags führte er auf einen leichten Auftragsrückgang vor allem in Deutschland und Ausfälle von Transporten wegen Niedrigwassers auf der Elbe zurück. So habe ein Hersteller von Windenergieanlagen 2011 deutlich weniger Schiffsfahrten in Auftrag gegeben als 2010. Wegen zu geringer Pegelstände seien zudem die meisten Transporte im trockenen November ausgefallen.

Die Umsatzsteigerung erklärte Bütow vor allem mit dem florierenden Geschäft in Tschechien. Die tschechische Tochterfirma habe 40 Prozent mehr Umsatz erzielt, sagte Bütow, ohne absolute Zahlen zu nennen. Die Firma kümmert sich um den Güterumschlag in Lovosice und Decin. Ein weiteres Tochterunternehmen betreibt in Roßlau in Sachsen-Anhalt den kleinsten Hafen der Gruppe, die insgesamt 120 Mitarbeiter beschäftigt.

Die SBO betreibt Häfen in Dresden, Riesa und Torgau. Dort seien im vergangenen Jahr 12,3 Millionen Euro umgesetzt worden, 2010 waren es noch 12,7 Millionen Euro, sagte Bütow.

Zu den Hauptumschlagsgütern gehören Schrott, Stahl, Turbinen, Trafos Flussspat, Getreide, Düngemittel und Konsumprodukte wie Autoreifen und Weine. Aufgrund des Treibeises auf der Elbe, die ab Dienstagabend auch in Sachsen für den Schiffsverkehr gesperrt werden sollte, müssten viele Güter vorerst per Bahn und Laster transportiert werden. Betroffen sei beispielsweise der Reifenhersteller Goodyear Dunlop in Riesa.

Der Riesaer Hafen sei zugleich der Ort für die größten Projekte. Für dieses Jahr sei die beträchtliche Vergrößerung einer Lagerhalle geplant, in der Reifen aufbewahrt werden, sagte Bütow. Zudem solle bis Ende 2013 ein neues Hafenterminal in Riesa gebaut werden, dessen Investitionsvolumen er auf 20 Millionen Euro bezifferte. Bereits 2011 sei mit dem Bau einer neuen Kaimauer begonnen worden.

dapd

 
erschienen am 07.02.2012
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