Die Zoos in Sachsen nutzen für ihre Projekte auch Spenden von Tierpatenschaften.

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Sächsische Zoos nutzen Spenden aus Tierpatenschaften

Spenden auch Finanzierungsquelle für Zoos in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Leipzig (dapd-lsc). Die Zoos in Sachsen nutzen für ihre Projekte auch Spenden von Tierpatenschaften. Für Tiere in den Zoos in Chemnitz, Dresden und Leipzig übernehmen jedes Jahr rund 1.400 Menschen Patenschaften, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd bei den Tierparks ergab. Die Patenschaften für die Zootiere werden jeweils von Fördervereinen organisiert, die zusammen mit den Zoos darüber entscheiden, wofür das Geld verwendet wird.

Der Förderverein des Leipziger Zoos etwa sammelte für die in diesem Jahr eröffnete Tropenhalle Gondwanaland rund 1,6 Millionen Euro. Der Zoo Dresden baue mit den Spendengeldern tiergerechtere Anlagen und verbessere den Artenschutz, im Tierpark Chemnitz entstünden neue Anlagen etwa für den vom Aussterben bedrohten Chinesischen Riesensalamander.

Jahrespreise von 10 bis 6.000 Euro

Die Patenschaften würden jährlich abgeschlossen und können verlängert werden, was im Leipziger Zoo etwa 60 Prozent der Spender auch machen. Die Jahrespreise für ein Patentier reichen von 10 Euro etwa für eine Eurasische Zwergspitzmaus im Tierpark Chemnitz bis zu 6.000 Euro für einen Asiatischen Elefanten oder ein Spitzmaulnashorn im Zoo Leipzig. Die meisten Patenschaften sächsischer Tierparks kann der Förderverein des Leipziger Zoos vorweisen, er verwaltet nach eigenen Angaben 1.100 Tierpaten. Der Zoo Dresden nennt rund 180 Patenschaften, der Tierpark Chemnitz etwa 100.

Mehrere Paten für ein Tier

In Leipzig können für rund 400 Tiere Patenschaften übernommen werden, ein Tier kann also mehrere Paten haben, ebenso ist es in den Zoos in Dresden und Chemnitz. Die beliebtesten Patentiere seien in Leipzig Erdmännchen, für die zehn Tiere hätten sich 141 Paten gefunden. In Dresden zählten die Humboldtpinguine und Nacktmulle zu den gefragtesten Tieren, in Chemnitz seien es die Löwen Malik und Kimba sowie die Erdmännchen.

Der Leipziger Vereinsvorsitzende Siegfried Stauche berichtet, er habe Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zu einer Patenschaft für eine Giraffe überreden können. Wie die anderen Paten auch werde Tillich zu dem Patentag eingeladen, der einmal im Jahr ausgerichtet werde. Die Zoos in Chemnitz und Dresden veranstalten ebenfalls jährlich Patentage. Manche Paten reisten sogar regelmäßig aus der Schweiz nach Leipzig, erzählt Stauche.

Der Leipziger Förderverein vergibt für die Patenschaften Urkunden und vermerkt die Spender auf einer der Patentafeln am Zooeingang. Bei Patenschaften, die 2.500 Euro pro Jahr übersteigen, werde zusätzlich am Gehege eine Patentafel angebracht. Der Chemnitzer Tierpark erwähnt die Paten auf einer Schautafel am Eingang.

Erfurter Zoopark nimmt jährlich mehr als 50.000 Euro ein

Tierpatenschaften sichern auch die Existenz von Zoos und Tierparks in Thüringen. Die Einnahmen sind nach Angaben der Betreiber eine wichtige Finanzierungsquelle. Der größte Zoo im Freistaat in der Landeshauptstadt nimmt jährlich mehr als 50.000 Euro über seine gut 250 Tierpatenschaften ein.

Angesichts der großen Bedeutung werben die Tierparks eifrig um Paten. Mit Flyern für die Besucher, im Internet, durch Patentreffen und persönliche Empfehlungen suchen die Tierparks nach neuen Unterstützern.

In Sachsen-Anhalt ist man ab 25 Euro dabei

In Sachsen-Anhalt werden Patenschaften am häufigsten für Erdmännchen, Totenkopfäffchen, Pinguine oder Schildkröten übernommen. Durch die Patenschaften können nach Angaben der Zoos zusätzliche Projekte verwirklicht werden, die sonst wegen knapper Kassen auf der Strecke bleiben. Viele Zoos und Tiergärten - wie jene in Magdeburg, Halle, Merseburg, Halberstadt, Schönebeck und Stendal - setzen auf die unkomplizierte Hilfe von Privatpersonen und Firmen. Patenschaften gibt es meist schon ab 25 Euro.

dapd

 
erschienen am 04.12.2011
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