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Sächsischer Arbeitsmarkt auch im Winter stabil
Im Januar 30.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr
Chemnitz (dapd-lsc). Der sächsische Arbeitsmarkt zeigt sich nach Einschätzung der Landesarbeitsagentur auch im derzeitigen Winter stabil. Mehr als 30.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr spiegelten die gute konjunkturelle Lage der sächsischen Wirtschaft wider, sagte die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Jutta Cordt, am Dienstag in Chemnitz. Der Anstieg um 26.000 Arbeitslose gegenüber Dezember 2011 sei saisonüblich.
Zum Monatsende sind nach Angaben der Regionaldirektion 234.588 Frauen und Männer ohne Job. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrage elf Prozent. Im Januar 2011 seien es 12,4 und im vorigen Monat 9,8 Prozent gewesen.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat laut Cordt im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Im November seien 1,464 Millionen Menschen registriert gewesen. Dies sei ein Zuwachs von rund 26.600 Arbeitsstellen beziehungsweise 1,9 Prozent.
Für das laufende Jahr rechnet Cordt mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Bei stabiler Konjunktur wird auch die Beschäftigung leicht ansteigen, allerdings nicht mehr so kräftig wie 2011", sagte die Agenturchefin. Sie erwarte 2012 einen stabilen Arbeitsmarkt.
Der Zulauf neuer Jobangebote lag im Januar mit 7.196 Stellen leicht unter dem Niveau von Januar 2011 wie auch Dezember 2011. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen beträgt nach Direktionsangaben 17.499 und damit fast 2.000 mehr als vor einem Jahr. "Angesichts einer guten Auftragslage der sächsischen Betriebe kann Arbeitslosigkeit schnell wieder beendet werden", sagte Cordt. Die meisten Stellenmeldungen kämen aus der Zeitarbeit, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen.
Im Vergleich der Direktionsbezirke liegt Chemnitz mit einer Arbeitslosenquote von 10,1 Prozent deutlich unter dem Sachsen-Durchschnitt. Jedoch nahm die absolute Zahl der Arbeitslosen im Monatsvergleich mit 14,4 Prozent am stärksten zu. Im Direktionsbezirk Dresden beträgt die Januar-Quote 11,1 und in Leipzig 12,2 Prozent.
Unter den zehn sächsischen Arbeitsagenturbezirken liegt Dresden mit 9,3 (Dezember 2011: 8,8) Prozent vorn. Vormonats-Spitzenreiter Plauen (8,2 Prozent) fiel mit 9,7 Prozent auf den dritten Rang zurück. Schlusslicht ist weiter Bautzen mit 13,5 Prozent.
dapd