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Schröter führt Metropolregion Mitteldeutschland

Jenas OB übernimmt für zwei Jahre den Vorsitz

Jena (dapd-lsc). Die Metropolregion Mitteldeutschland wird ab April von Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) geführt. In den kommenden zwei Jahren steht damit erstmals ein Thüringer an der Spitze des informellen Zusammenschluss von elf mitteldeutschen Städten und Regionen. "Herr Schröter trägt den Mitteldeutschland-Gedanken nicht nur vor sich her. Er lebt ihn", sagte die Oberbürgermeisterin von Halle, Dagmar Szabados (SPD), am Freitag in Jena zur Begründung.

Mit Blick auf die anstehende Thüringer Kommunalwahl fügte sie hinzu, die Wahl hänge nicht vom Amt Schröters als Oberbürgermeister ab, sondern sei an seine Person gebunden. Zur Metropolregion Mitteldeutschland gehören Erfurt, Jena, Weimar, Gera, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Halle, Magdeburg und Dessau-Rosslau.

Schröter zeigte sich erfreut über sein neues Amt, das er ehrenamtlich ausführen wird. Er wolle während seiner Amtszeit noch mehr Lust auf Mitteldeutschland machen und weiter Sympathien für die Region wecken, sagte er. Inhaltlich wolle er vor allem dabei helfen, der Region eine neue Rechtsstruktur zu geben. Dazu soll in den kommenden Monaten ein Verein gegründet werden, der die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Verbundes weiter festigt.

Die Wahl des neuen Vorsitzenden fand im Rahmen der Sitzung des höchsten Gremiums der Metropolregion, des sogenannten gemeinsamen Ausschusses, in Jena statt. Nach Aussage des Oberbürgermeisters von Dessau-Rosslau, Klemens Koschig (parteilos), standen dabei Überlegungen zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit im Mittelpunkt. So sei beschlossen worden, an den Autobahnen in Mitteldeutschland Schilder aufzustellen, die Autofahrer darauf hinweisen sollen, dass diese gerade Mitteldeutschland durchqueren. Außerdem solle die Region auf der Gewerbeimmobilienausstellung Expo Real in München im Oktober wieder mit einem Stand vertreten sein.

Ziel des losen Zusammenschlusses ist es einerseits, die Sichtbarkeit der gesamten Region nach außen hin zu erhöhen, damit diese auf europäischer und internationaler Ebene wahrgenommen wird. Eine vergleichbare Wahrnehmbarkeit, hieß es, sei durch die einzelnen Städte kaum zu erzielen. Andererseits sollen durch engere Zusammenarbeit, etwa bei Wirtschaft und Wissenschaft, Ressourcen im mitteldeutschen Raum gebündelt werden. In der Metropolregion leben den Angaben nach fast drei Millionen Menschen.

Der Vorsitz der Metropolregion wechselt alle zwei Jahre turnusmäßig. Bislang stellten ihn stets sächsische Städte.

dapd

 
erschienen am 02.03.2012
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