Der Lkw durchbrach am Freitag die Mitteleitplanke und kippte um. Die geladene Muttererde verteilte sich über die Fahrbahnen. Dieser Lkw durchbrach am Freitag die Mitteleitplanke und kippte um. Die geladene Muttererde verteilte sich über die Fahrbahnen.

Foto: Andreas Kretschel

Stollberg: Massive Behinderungen nach Lkw-Unfall auf der A72

Laster durchbricht Mittelleitplanke - Ladung verteilt sich über die Fahrbahnen

Stollberg. Viel Zeit haben Autofahrer am Freitag auf der A72 zwischen Stollberg-West und Hartenstein einplanen müssen. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, war am Nachmittag ein Lkw vermutlich aufgrund eines Reifenplatzers von der Fahrbahn abgekommen, hatte die Mittelleitplanke durchbrochen und war auf die Seite gekippt. Der Laster hatte Muttererde geladen, die sich über die Fahrbahnen verteilte.

Der 61-jährige LKW-Fahrer wurde in seinem Fahrerhaus eingeklemmt und konnte nach zwei Stunden durch die Berufsfeuerwehr Chemnitz schwerverletzt gerettet werden. Der 58-jährige Fahrer des Citroën wurde ebenfalls schwer verletzt. Mit dem Schrecken kamen eine 49-jährige Frau und ein junger Mann (29) davon. Ihre beiden Autos wurden durch herumfliegende Fahrzeugteile beschädigt. Der Sachschaden wird auf 71.000 Euro geschätzt. Zwischen der Anschlussstelle Stollberg West und Hartenstein war die Autobahn zum Teil über sechs Stunden voll gesperrt. Dadurch hatte sich ein kilometerlanger Stau in beide Richtungen gebildet. (fp)

 
erschienen am 01.06.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
6
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  • 02.06.2012
    16:02 Uhr

    809626: ich nochmal: Ich bin 17 Jahre zwischen Zwickau und Chemnitz gependelt (3 Schichten), bis ich 2010 nach Scheidung und Hausverkauf endlich nach Chemnitz gezogen bin, 2 km von der Arbeit entfernt. Der Entschluß fiel nach zwei selbstverschuldeten (Allein-) Unfällen und zwei Totalschaden-PKWsinnerhalb von zwei Jahren. also Ihr seht, auch ich habe schon "Staus verursacht" und war auf Hilfe angewiesen. Die Ursachen waren körperlicher und nervlicher Streß im Privat- und Berufsleben. Dabei kann ich nicht mal sagen, daß ich stur und unflexibel die A72 genutzt habe. Ich musste im Pendlerverkehr und bei Winterwetter stets Flexibilität und Einfallsreichtum beweisen und neben Landstraßen auch wahre Schleichwege nutzen. Fragen habe ich dennoch, auch wenn die mit diesem Unfall nicht im direkten Zusammenhang stehen: Warum gibt es auf den zweispurigen Streckenabschnitten der A4 und A72 - den höchstgelegenen Autobahnen Deutschlands - kein LKW-Überholverbot? Warum muss, gerade in Autobahnnähe, immer alles gleichzeitig gebaut werden und manche Straßen statt einmal lieber viermal für jedes Gewerke einzeln aufgerissen und gebaut werden?

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  • 01.06.2012
    23:21 Uhr

    Jaci15: Ich muss gerade noch so an der Stelle vorbei gekommen sein, als der Unfall passierte, mich friert es jetzt noch, wenn ich daran denke, was hätte passieren können, wenn ich nicht pünktlich auf Arbeit in Zwickau losgekommen wäre...Als ich meinen Kleinen vom Kindergarten abholte und im Auto das Radio angeschalten habe, hörte ich von dem Unfall und der Komplettsperrung. Der LKW-Fahrer und alle Beteiligten tun mir unwahrscheinlich leid. Es ist einfach grauenvoll, wenn so etwas passiert. Da ich jeden Tag die A72 von Stollberg nach Zwickau hin- und herfahre, hoffe ich eigentlich immer, dass einem so etwas nie passiert. Es ist ein Wahnsinn, was sich auf dieser Strecke täglich abspielt, man könnte Bücher darüber schreiben...Rücksichtslose Überholmanöver, kurz bevor ein PKW überholt, noch schnell hineindrängeln und selber auf die linke Spur wechseln....LKW´s, die bergauf aneinander vorbeischleichen... Freitags ist das Ganze noch schlimmer, weil da die Pendler alle noch auf dem Heimweg sind und sich regelrechte Kolonnen bilden. Im Normalfall bin ich 10 min auf der A4 unterwegs, die reichen aber auch! In diesem Fall scheint ja ein geplatzter Reifen der Grund zu sein, das ist wirklich schlimm, zum Glück ist nicht noch mehr passiert bei dem extemen Verkehr heute!

    Problematisch wird es zeitlich, wenn man nicht vorwärts kommt. Dazu muss ich diejenigen verteidigen, die berechtigterweise schimpfen. Bei uns bin ich alleine zuständig für die Kinder und muss bis zu einer bestimmten Zeit den Kleinen geholt haben. Unser Kindergarten vertritt durch Anweisung der Gemeinde neuerdings den Standpunkt, dass unter 18jährige keine Kinder abholen dürfen. Mein 15jähriger Sohn hätte seinen Bruder nicht mal abholen können!!! Es sind so viele Punkte, die zu Problemen werden, wenn man im Stau steht... Aber wie schon gesagt: Am schlimmsten ist natürlich, wenn Menschen verletzt werden. Da hofft man sehr, dass es ihnen bald wieder besser geht.
    Eigentlich müssten alle (vorallen viele LKW-Fahrer, ich sage bewusst: VIELE und nicht alle) rücksichtsvoller fahren und nicht sinnlos in Sicherheitsabstände hineinwechseln, ganze Kolonnen erst bilden und dann ausbremsen, manche machen das auch in Gruppen abwechselnd. Es ging einmal von einer Auffahrt bis zur nächsten Abfahrt so... Jeder möchte doch wieder heil bei seinen Lieben ankommen! Autobahnpolizei müsste gerade auf dem Streckenabschnitt viel präsenter sein, veilleicht würde das helfen...

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  • 01.06.2012
    21:05 Uhr

    Lacher: 809626 hier gebe ich dir voll und ganz Recht, unsere Polizei und Feuerwehr waren mit der Situation voll und ganz überfordert. Es lag aber auch daran das die Chemnitzer Straße in Niederwürschnitz gesperrt ist. Also wohin mit den ganzen verkehr? Und unsere Verkehrsplaner kannst alle auf den Mond schießen, wie kann man bei einer Autobahn abfahrt eine Ampel hinstellen die nur dazu da ist um mehr Chaos zu verursachen. Man hätte schon in Zwickau runter leiten müssen, somit hätte man genug Möglichkeiten gehabt dieses Chaos zu vermeiden. Oder war der Feierabend für einige wichtiger???.

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  • 01.06.2012
    20:50 Uhr

    809626: Hallo martintanzbaer, das ist alles richtig, aber jede Medaille hat zwei Seiten. Es hat auch nichts mit pünktlich Feierabend zu tun. Aber wir (Frau und ich) sehen uns nur am WE und auch da muß ich hin und wieder in regelmäßigen Abständen arbeiten. Also eigentlich sehen wir uns nur an zerissenen Wochenenden. Wenn man sich darauf freut und aus einer 50 Minutenfahrt 4,5 Stunden werden, darf ich mir wohl Sorgen machen oder Wut haben. Weil ich weiß, daß Frau auch eine sehr anstrengende Woche hatte und gesundheitlich auch mit Belastungen zu kämpfen hat, mache ich mir schon Sorgen, wenn die Fahrt über Gebühr dauert. Wenn man dann liest, daß die frisch Aufgefahrenen auch im Stau stehen, anstatt das Schild STAU vor die Auffahrt zu stellen und wenn im Raum STL in Richtung C die regulären Ampeln im Mißklang mit Baustellenampeln die nächsten unlösbaren Staus verursachen, dann könnte man alles zusammenhacken. Dennoch: ein Dank an alle Einsatzkräfte und den Verunglückten Gute Besserung!

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  • 01.06.2012
    19:33 Uhr

    martintanzbaer: Hauptsache man kommt pünktlich zum Feierabend nach Hause! Der Unfall ist wenige Augenblicke bevor ich an der Unfallstelle angekommen bin passiert. Ich habe den Staub noch aufwirbeln sehen. Der LKW-Fahrer war in seinem Fahrerhäuschen eingeklemmt und hat geschrien. Man sollte dankbar sein, nicht im LKW oder im Citroen gesessen zu haben, anstatt hier rumzunörgeln, dass man im Stau steht/stand.

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