Bei dem Streik in den beiden Edeka-Auslieferungslagern in Sachsen ist ein rasches Ende offenbar nicht in Sicht.Foto: dapd
Streik in Edeka-Lagern dauert an
ver.di verlangt ein neues Angebot der Arbeitgeber
Borna/Staucha (dapd-lsc). Bei dem Streik in den beiden Edeka-Auslieferungslagern in Sachsen ist ein rasches Ende offenbar nicht in Sicht. Der Arbeitskampf solle auch am Wochenende andauern und in der nächsten Woche fortgesetzt werden, sagte eine ver.di-Sprecherin am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Die Arbeitgeberseite habe es selbst in der Hand, den Streik zu beenden. Bislang liege aber kein verhandelbares Angebot vor.
Die Sprecherin sagte, der Streikwille der Beschäftigten sei ungebrochen. "Die Mitarbeiter werden von Tag zu Tag zorniger." An dem Ausstand beteiligen sich nach ihren Angaben seit Montag mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in den Auslieferungslagern in Borna und Staucha bei Riesa. In Borna kommissionierten Einzelhändler ihre Waren bereits selbst. Allerdings sei dies eine Notlösung.
Die Auswirkungen seien bereits vielerorts in den Supermärkten des Unternehmens in Sachsen zu spüren, insbesondere bei Obst, Gemüse und Molkereiprodukten.
ver.di fordert in der Tarifrunde für den Groß- und Einzelhandel und den genossenschaftlichen Großhandel eine Erhöhung der Bezüge um 55 Euro plus drei Prozent zum 1. April, eine zwölfmonatige Laufzeit des Tarifvertrags sowie gleiche Löhne bei gleicher Arbeit für Leiharbeiter. Die Arbeitgeber boten der Gewerkschaft zufolge bislang eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent an.
dapd