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Züge der Erzgebirgsbahn fast immer pünktlich
Regionaler Bahn-Anbieter blickt nach zehn Jahren auf Erfolgsgeschichte zurück
Chemnitz (dapd-lsc). Die Deutsche Bahn AG hat das zehnjährige Bestehen der Erzgebirgsbahn als Erfolgsgeschichte gewürdigt. Mit einem rundum modernisierten Streckennetz und gutem Service sei eine Vervielfachung der Fahrgastzahlen erreicht worden, sagte der Chef der Erzgebirgsbahn, Lutz Mehlhorn, am Donnerstag in Chemnitz. Rund 200 Millionen Euro seien in den Um- und Ausbau des Streckennetzes, moderne Leit- und Sicherungstechnik sowie die Fahrzeugflotte investiert worden.
Das Ziel eines an den Bedürfnissen orientierten Bahnverkehrs auf ehemals von Stilllegung bedrohten Strecken sei erreicht worden, sagte Mehlhorn. Heute seien täglich rund 5.000 Fahrgäste auf den vier Linien unterwegs, die von Chemnitz beziehungsweise Zwickau ins Erzgebirge führen. Dies seien dreimal so viele wie 2002, trotz sinkender Einwohnerzahlen. "Die Bahn bietet in der Region eine echte Alternative zum Individualverkehr", sagte Mehlhorn.
Die etwa 250 Mitarbeiter zählende Erzgebirgsbahn gehört zu den pünktlichsten Verkehrsbetrieben in Deutschland. Im Jahr 2011 wurde eine durchschnittliche Pünktlichkeitsquote von 99 Prozent erreicht, wie Mehlhorn sagte. Auch mit einem Gesamtzufriedenheitsindex von 82 von 100 liege die Erzgebirgsbahn im bahninternen Vergleich ganz weit vorn.
Die Erzgebirgsbahn war 2002 im Rahmen der sogenannten Mittelstandsoffensive als eines von fünf regionalen DB-Netzen gegründet worden. Dabei agieren innerhalb des DB-Konzerns die Betriebe vor Ort wie mittelständische Unternehmen. Die Beschäftigten sind zugleich für Eisenbahn-Infrastruktur und -Betrieb verantwortlich.
Das Streckennetz der Erzgebirgsbahn umfasst Bahnangaben zufolge 252 Kilometer. Davon werden 217 Kilometer fahrplanmäßig betrieben. Auf der Strecke Schwarzenberg-Annaberg-Buchholz finde nur Ausflugssonderverkehr statt.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte auf dapd-Anfrage, derzeit sei keine Erweiterung der Verkehrsleistungen vorgesehen. Auch für eine Ausdehnung des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Tschechien gebe es keine vertragliche Grundlage.
dapd