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BUND fordert nach Hochwasser Ringdeiche um Siedlungen
Flüsse brauchen bei einer Flut mehr Raum zum Ausdehnen
Chemnitz (ddp-lsc). Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Sachsen hat Konsequenzen aus den Hochwassern der vergangenen Jahre gefordert. Es sollten Ringdeiche um Siedlungen und technische Anlagen gebaut werden, sagte der Landesvorsitzende Hans-Udo Weiland am Donnerstag in Chemnitz. Außerdem bräuchten Flüsse bei einer Flut mehr Raum zum Ausdehnen. Es sei billiger, die betroffene Landwirte bei Bedarf zu entschädigen, "als Hochwasserschutzanlage zu bauen, die den Wassermassen dann doch nicht standhalten", sagte Weiland.
Gestoppt werden müsse außerdem das geplante Abholzen von Bäumen auf Deichen. Entsprechende Pläne verfolgt das Umweltministerium. Tiefwurzelnde Bäume stabilisieren nach Ansicht des BUND Deiche.
Der Verband übte auch Kritik an den Fluthilfen der Staatsregierung. Die von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) geforderte Versicherung gegen Hochwasser für Privathaushalte sei "blanker Hohn", erklärte Weiland. Dahinter verstecke sich die Unfähigkeit staatlicher Stellen, für einen Hochwasserschutz zu sorgen.
Nach vorläufiger Schätzung richtete das Hochwasser vom 6. bis zum 8. August einen Schaden von etwa 800 Millionen Euro an, davon allein 180 Millionen an wasserwirtschaftlichen Anlagen von Land und Kommunen. Hohe Schäden gab es auch bei der Flut 2002.
ddp