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Flutopfer in Bautzen erhalten in dieser Woche Soforthilfen
Oberbürgermeister Schramm sammelte am Dienstag Geld durch Arbeit an einer Drogeriemarktkasse
Bautzen (dapd-lsc). Einen Monat nach dem Augusthochwasser werden am Donnerstag die ersten Soforthilfen an Betroffene in Bautzen ausgezahlt. 52 Anträge seien eingegangen, sagte Oberbürgermeister Christian Schramm (CDU) am Dienstag. Rund 35.000 Euro habe die Stadt als Direkthilfe vom Land zugewiesen bekommen. Nach Schätzung der Verwaltung beläuft sich der Schaden an den etwa 80 von der Flut geschädigten Haushalten aber auf 2,6 Millionen Euro.
Das Geld sei als "ein Stück Mutmachen zum Wiederaufbau" zu verstehen, sagte Schramm. Nach Auszahlen der Gelder werde ermittelt, wie vielen Härtefällen geholfen werden konnte. Neben staatlichen Geldern gebe es Hilfe von Wohlfahrtsorganisationen und ein Spendenkonto. 28.700 Euro wurden den Angaben zufolge bislang eingezahlt. Am Dienstag sammelten Schramm und der Oberbürgermeister von Görlitz, Joachim Paulick (parteilos), an den Kassen einer Drogeriemarktkette weitere Spendengelder. Schamm sagte, damit könne auch Betroffenen geholfen werden, die nach der Richtlinie der Staatsregierung keine Hilfsgelder aus Förderprogrammen erhalten.
Nach den Worten des Oberbürgermeisters sind die Arbeiten nach dem Hochwasser noch nicht abgeschlossen. "Wir kommen gut voran", erklärte Schramm. Derzeit würden Brücken auf Schäden untersucht. Die Stadt schätzt den Schaden an der kommunalen Infrastruktur auf 5,5 Millionen Euro. An Unternehmen habe die Flut Schäden von 102 Millionen Euro hinterlassen. Betroffen war vor allem das Werk von Bombardier in Bautzen.
Beim Hochwasser vom 6. Bis 8. August ist nach Angaben der Staatsregierung ein geschätzter Gesamtschaden von 800 Millionen Euro entstanden.
dapd