Mario Seifert zeigt an dem Auto, das er mit Airbrush verzieren sollte, wie hoch das Wasser in seiner Werkstatt stand.
Foto: Andreas Seidel
Schicksal trifft Klaffenbacher doppelt hart
Paar von schwerer Krankheit und Hochwasser betroffen - Weitere Spenden an Flutopfer
Chemnitz. Für Mario Seifert ist 2010 bisher alles andere als ein glückliches Jahr. Im April erfuhr seine Lebensgefährtin, dass sie an Krebs leidet. Und jetzt traf auch noch das Hochwasser das junge Paar. Zwei Autos von Kunden, eins davon schon in 120 Arbeitsstunden aufwändig mit Airbrush-Motiven verziert, sind durch die Flut schrottreif geworden. Farbvorräte und Werkzeug des Klaffenbacher Ein-Mann-Betriebes von Mario Seifert wurden unbrauchbar.
An Stelle der Freundin, die gerade erst die Chemotherapie überstanden hat, halfen viele Freunde, Nachbarn und sogar Unbekannte beim Aufräumen und Beseitigen des Schlamms. Doch wie er die finanziellen Folgen des Hochwassers - er schätzt die Gesamtschäden auf fast 30.000 Euro - bewältigen soll, weiß der 33-Jährige I nicht. "Eine Versicherung haben wir nicht bekommen, weil das Grundstück schon 2002 überflutet war", sagt Seifert. 1999 - damals noch in Marienberg - hatte sich der gelernte Maler mit der Kunst des filigranen Farbsprühens selbstständig gemacht, 2006 zog er nach Klaffenbach.
Um überhaupt Geld zu verdienen - die Freundin kann ihren Job als Fotografin wegen der Krankheit nicht ausüben - hilft Mario Seifert zurzeit in einer Malerfirma aus. "Sobald es Andrea besser geht, wird geheiratet", machen sich beide Mut. Mit 3000 Euro unterstützt sie der Verein "Leser helfen". (MIB)
Weitere Spenden erhalten:
Steffi und Jörg Simoleit, 3000 Euro; Katrin und Gunter Gersdorf, 2500 Euro; Nadine Uhlemann, 1000 Euro; Karin Fischer, 500 Euro.
Bilder vom Hochwasser
Die aktuellen Pegelstände in Sachsen
Die Daten werden bereitgestellt vom Landesamt für Umwelt und Geologie Sachsen