Die Grafik zeigt den Zubringer (rot) zu der Autobahnanschlussstelle Wüstenbrand und dessen Einbindung in die künftige B 173 (blau).20 Millionen Euro für Zubringer
Ortschaftsrat Grüna diskutiert über die Anbindung der künftigen B 173 an die Autobahn
Chemnitz. Chemnitz. Die Anbindung der künftigen B 173 zwischen Mittelbach und Grüna an die Autobahn A 4 in Wüstenbrand wird mit einer neuen Straße realisiert. Sie soll etwa 3,2 Kilometer lang werden und rund 20,3 Millionen Euro kosten. Die Vorplanungen für das Anschlussstück waren am Montagabend erstmals Thema im Grünaer Ortschaftsrat. "Der Baubeginn liegt noch in sehr weiter Ferne. Ein konkreter Termin kann nicht genannt werden", betonte Ortschaftsrat Fritz Stengel (FWG), der seinen Kollegen das Projekt vorstellte.
Entgegen den jetzigen Verhältnissen wird der Verkehr von und zu der Autobahn künftig nicht mehr durch Wüstenbrand rollen. Die künftige Straße wird von der A 4 kommend kurz nach der Autobahnabfahrt in Richtung Wüstenbrand nach links abschwenken und am Dorf vorbei über freies Feld führen. Die Verbindungsstraße zwischen Wüstenbrand und Grüna wird der künftige Autobahnzubringer unterqueren.
Das macht für die Grünaer Sinn. "Der Einschnitt ist optisch schöner, da dadurch große, mit Lärmschutzwänden versehene Brückenbauwerke vermieden werden. Zudem wird so Lärm verhindert", erläuterte Stengel. Im Bereich der Straße Landgraben zwischen Wüstenbrand und Mittelbach wird der Autobahnzubringer in die künftige Bundesstraße einbiegen. Dort wird die Trasse des Zubringers über die Bundesstraße hinwegführen. Die beidseitig geplanten Kreisverkehre, die ein ampelfreies Befahren der B 173 gewährleisten sollen, werden von den Räten akzeptiert.
So stimmten sie zwar dem Gesamtvorhaben zu, machten aber zwei Forderungen auf. So plädierte das Gremium dafür, dass beide Kreisverkehre mit so genannten Bypässen ausgestattet werden. Auf den zusätzlichen Fahrbahnen könnte dann der zu erwartende starke Verkehr zwischen Chemnitz und Autobahn fließen, ohne in den Kreisverkehr einbiegen zu müssen. Als Zweites kritisierten die Grünaer, dass ihre Vorschläge zur Trasse der B 173, die sie bereits im Februar vorigen Jahres unterbreitet hatten, nicht berücksichtigt wurden. Sie hatten eine weniger kurvenreiche Trassenführung der Bundesstraße zwischen Mittelbach und Grüna gefordert. Zudem, so schlugen die Räte vor, sollte die B 173 den Landgraben weiter südlich queren, da so die Lärmbelästigung für Anwohner weiter minimiert werden könnte.