Foto: Haertelpress

40-Jähriger wollte Bus kapern - Raub in Chemnitz gescheitert

Mann hatte es auf Tageseinnahmen abgesehen

Chemnitz. Ein Raubüberfall in einem Bus der CVAG ist am Donnerstag gescheiert: Gegen 11.30 Uhr überfiel ein 40-Jähriger am Hauptbahnhof das Fahrzeug und forderte vom Fahrer die Tageseinnahmen. Der unter Drogeneinfluss stehende Mann zerrte den Fahrer vom Sitz und warf ihn aus dem Fahrzeug. Dann griff er in die Kasse, nahm Bargeld an sich und fuhr los. Mit dem Bus kam er gut 50 Meter weit. Alarmierte Bundespolizisten konnten den Bus stoppen und den 40-Jährigen vorläufig festnehmen. Weil der Tatverdächtige Widerstand leistete, wurde eine Bundespolizistin leicht verletzt. Auch der Busfahrer erlitt leichte Verletzungen. Die 15 Fahrgäste des Busses kamen mit dem Schrecken davon.

Dem Täter werden nun der räuberische Angriff auf einen Kraftfahrer, räuberischer Diebstahl, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angelastet. Die Ermittlungen dauern an. (fp)

 

 
erschienen am 24.05.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
9
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  • 31.05.2012
    12:44 Uhr

    PeKa: Für die Behandlung des Täters werden Tausende von Euros ausgegeben, aber für eine psychologische Beratung der Opfer wie z.B. für die Schreiberin Sassi, sind weder Geld noch Personal da, zumal das Erlebte sicher nach zwei bis drei Konsultationen ausgeräumt wäre.

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  • 29.05.2012
    08:06 Uhr

    Jothade: Am 25.05.2012 teilte die Polizeidirektion in ihren Medieninformation Folgendes mit:
    "(Ki) Nach der heutigen Vorführung beim Ermittlungsrichter ordnete dieser die Einweisung des Tatverdächtigen (40) in eine geschlossene psychatrische Einrichtung an."

    Gut, ein Verrückter weniger auf den Straßen!

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  • 25.05.2012
    12:00 Uhr

    sassi: danke ich werde es beherzigen!
    @ballfreund: leider war von den fahrgäster nur einer männlich und der hat glaube ich die situation nich so schnell begriffen.ich habe ihn angeschrien das er den notknpf der tür betätigen soll. die anderen fahrgästen waren hauptsächlich älter damen...da wäre wohl keiner zu dem bekloppten gegangen und hätte ihn da weggezerrt....

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  • 25.05.2012
    09:29 Uhr

    Jothade: @sassi: Wenn du mitbekommst, dass dir das Erlebte nicht aus dem Kopf geht und dass das noch in zwei, drei Wochen so ist, dann such dir unbedingt Hilfe! Ich glaube das nicht aufgearbeitete seelische Problem heißt "posttraumatisches Syndrom" (ich lass mich gerne verbessern) und sowas hat man sich schneller eingehandelt, als einem lieb sein kann. Ich habe Bekannte, die erst Jahre nach einem tiefgreifendem Ereignis mitbekommen, warum sie immer mehr in (bis dahin nicht erkannte) Depressionen verfallen. Schnelle Hilfe tut da Not!

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  • 25.05.2012
    09:15 Uhr

    Ballfreund: @alandy: So siehts aus. Aus reinem Eigenschutz hätte man den Typ ja schon vom Lenker zerren müssen - selbstverständlich mit Gewalt. Und dann hätte man wegen der gezeigten Zivilcourage heute eine Anzeige am Hals. Oft genug gehört und gelesen bei anderen Städten und Fällen.

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