Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat SPD-Ministerpräsident Kurt Beck die absolute Mehrheit verloren, kann aber voraussichtlich mit starken Grünen weiterregieren. Die FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde.

Foto: Marius Becker

Beck kann in Rheinland-Pfalz mit Grünen weiterregieren

SPD bleibt stärkste Kraft / FDP raus aus dem Landtag

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat SPD-Ministerpräsident Kurt Beck die absolute Mehrheit verloren, kann aber mit starken Grünen weiterregieren. Die SPD verteidigte ihre bisherige absolute Mehrheit knapp. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge erreichte sie 35,7 Prozent der Stimmen, die CDU 35,2 Prozent. Deutlich zulegen konnten vor allem die Grünen, die 15,4 Prozent erreichten. FDP und Linke scheiterten mit 4,2 Prozent beziehungsweise 3,0 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Im neuen Mainzer Landtag erhält die SPD 42 Sitze, die CDU 41 und die Grünen 18. Beck bedauerte die Verluste seiner Partei, sprach aber von einem "klaren Regierungsauftrag". Er kündigte Gespräche mit den Grünen über eine Koalition an. CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner freute sich über ein "wunderbares Ergebnis".

Die Linke verpasste in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit jeweils zwei bis drei Prozent klar den Einzug in den Landtag. Parteichef Klaus Ernst wertete dies als "bedauerlich".

Bei der Landtagswahl 2006 kam die SPD auf 45,6 Prozent, die CDU auf 32,8 Prozent und die FDP auf 8,0 Prozent. Die Grünen scheiterten damals mit 4,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

 
erschienen am 27.03.2011
 
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