Eine verendete Bachforelle, aufgefunden von Anglern etwa 60 Meter unterhalb der Einleitstelle am 15. Juni 2012 gegen 15 Uhr. "Deutlich sind die verätzten Kiemen", so Angler Lutz Kannegießer.
Eine verendete Bachforelle, aufgefunden von Anglern etwa 60 Meter unterhalb der Einleitstelle am 15. Juni 2012 gegen 15 Uhr. "Deutlich sind die verätzten Kiemen", so Angler Lutz Kannegießer.

Foto: Anglerverband

Giftwasser-Spur führt nach Thalheim

In drei teils verheerenden Fällen starben bereits Fische in der Zwönitz

Thalheim. Frank Kippig ist kein Kriminalist. Er ist Chef vom Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW). Aber er hat eine erste Spur, die zum Täter führen könnte. "Das Giftwasser kommt vom natürlichen Zulauf zur Kläranlage aus Thalheim", sagt er. Die Regionen um Hormersdorf, Auerbach, Gornsdorf oder Meinersdorf, aus denen Abwasser zur Kläranlage im Zwönitztal gepumpt werde, fallen dagegen raus. Somit steht etwa ein Drittel der 30.000 ZWW-Anschlüsse in der Region nicht mehr unter Verdacht.

Möglich mache diese Aussage ein neues Frühwarnsystem in der Kläranlage an der Zwönitz zwischen Thalheim und Meinersdorf. Es registriert mit knapp zwei Dutzend Sensoren chemische Anomalien, welche das empfindliche System der Wasseraufbereitung durcheinanderbringen könnten. Und es kann nebenbei bestimmen, von wo in etwa vergiftetes Wasser die Kläranlage erreicht. Stündlich werden bis zu 450 Kubikmeter Abwasser in die Kläranlage eingeleitet - der Durchlauf dauert bis zu zwei Stunden.

 
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erschienen am 27.06.2012 ( Von Jan Oechsner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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