Fotografieren von Winterlandschaften und bei Kälte ist besonders anspruchsvoll.
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Reizvolle Schneemotive perfekt einfangen
Beim Fotografieren der weißen Pracht gibt es spezielle Regeln zu beachten
Oldenburg. Bei der Schneefotografie ergeben sich durch unterschiedliche Wettersituationen spezielle Herausforderungen: Schnee und Sonnenschein im Wechsel und weiße Winterlandschaften können die Belichtungssteuerung so mancher Kamera aufs "Glatteis" führen. Fotospezialist Robert Geipel von CEWE hat einige Tücken beim Fotografieren im Schnee aufgedeckt und nennt Kniffe, damit sowohl dem Laien als auch dem versierten Fotografen dennoch schöne Aufnahmen gelingen.
Aufhellblitz verwenden: Schnee wirkt auf Fotos meist gräulich und Personen erscheinen in der weißen Landschaft oft zu dunkel. Das liegt daran, dass helle Schneeflächen den Belichtungsmesser irritieren: Der Belichtungsautomatik wird vorgetäuscht, dass zu viel Licht vorhanden ist und kein Blitz benötigt wird. Abhilfe schafft ein manuell zugeschalteter Aufhellblitz, der das bevorzugte Motiv auf diesem Wege besser ausleuchtet.
Manuelle Belichtungskorrektur nutzen: Die Kamera kann bei grau wirkenden Schneelandschaften auch überlistet werden. Mit der manuellen Belichtungskorrektur ist es möglich, die Belichtungszeit selbst einzustellen und entsprechend zu verändern und damit das Foto bewusst etwas überzubelichten.
Streulicht minimieren: Bei Sonnenschein und Schnee kommt es häufig zu Streulicht. Das lässt das Bild im Ergebnis flach erscheinen und mindert die Kontraste. Um diesen Effekt zu minimieren, empfiehlt es sich, Streulichtblenden zu verwenden. Bei Spiegelreflexkameras werden diese normalerweise mitgeliefert.
Feuerwerk richtig fotografieren: Aufnahmen eines Feuerwerks kommen am besten mit langer Belichtungszeit zur Geltung. Empfohlene Kameraeinstellung: manuell, Blende acht, Zeit ca. vier bis 15 Sekunden bei 200 ASA. Streulichtquellen, beispielsweise Straßenlaternen oder beleuchteten Häusern, sollte man besser ausweichen.
Ersatz-Akkus und Batterien nicht vergessen: Bei Winteraufnahmen im Freien ist es wichtig, an Ersatz-Akkus oder Batterien für die Kamera zu denken. Durch die Kälte verlieren die Energiespender schneller ihre Leistungsfähigkeit und die Nutzungsdauer verringert sich.
Kamera vor dem Erfrieren schützen: Kameras mögen keine extremen Temperaturschwankungen, zum Beispiel vom Frostwetter draußen in die warme Stube. Das führt zum Beschlagen des Objektivs und des Suchers der Kamera, denn die feuchte Luft auf dem Gerät kondensiert sehr schnell. Geht es dann wieder in die Kälte, können daraus sogar Eisblumen entstehen. Um das zu vermeiden, sollte die empfindliche Kameraausrüstung immer in einer schützenden Tasche untergebracht sein.
UV-Filter verwenden: Das Licht von Schnee in den Bergen erscheint auf Fotos oft bläulich. Der automatische Weißabgleich kann durch die Höhe und die UV-Strahlung nur bedingt reagieren. Eine manuelle Nachregulierung des Weißabgleichs kann ausgleichend wirken. Bei analogen Kameras sind UV-Sperrfilter zu empfehlen, die das UV-Licht abschirmen und die Linse des Objektivs schützen. (lu)