Mit Beginn des ersten Sommerkinos nach jahrzehntelanger Pause im Stadtpark am Samstagabend fing es an zu regnen. Viele harrten aber aus, bis es irgendwann gar nicht mehr ging.
Foto: Thomas Michel
Schmalfilme zeigen Werdaus pralles Leben
Mehrere tausend Besucher ließen sich den Werdauer Parksommer nicht entgehen
Werdau. Die Rückkehr des Freilichtkinos in den Stadtpark wollten sich am Samstagabend viele, viele Werdauer nicht entgehen lassen. Gut 800 Schaulustige sorgten dafür, dass die Sitzplätze vor der 15 mal 15 Meter großen Leinwand schnell restlos besetzt waren. Da hatten es die Besucher gut, die sich eine Decke mitgebracht hatten und sich auf der Wiese einen Platz suchten. "Ich habe nie mit so vielen Leuten gerechnet", war wohl nicht nur Stephanie Korb sichtlich überrascht. Bei der jungen Frau liefen die Fäden der Organisation des Werdauer Parksommers zusammen.
Sie organisierte auch das Freilichtkino mit Popcorn und Cocktails, bei dessen Comeback es allerdings keinen Spielfilm zu sehen gab. "Wir haben uns entschieden, historische Fotos und Filmaufnahmen aus Werdau zusammenzuschneiden und diese dem Publikum zu präsentieren", sagte Tommy Daßler, ein gebürtiger Werdauer, der in Leipzig ein kleines Kinounternehmen hat. So wurden im Vorfeld der Vorführung von Privatpersonen zur Verfügung gestellte alte Acht-Millimeter-Filme aufgearbeitet. Zwischendurch gab es Fotos aus den 1970er- und 1980er-Jahren aus der Stadt zu sehen. Bei der Erklärung der Bilder waren Stefanie Korb und Tommy Daßler dann auf die Unterstützung des Publikums angewiesen. Das trotzte mutig dem immer stärker werdenden Gewitterregen, bis dann die Filmvorführ-Anlage zeitweise ihren Geist aufgab.