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Wanderregionen: Qualitätswege katapultieren Vogtland nach oben

Das sächsische Vogtland ist in Ostdeutschland ein Vorreiter

Auerbach. "Die deutschlandweite Wahrnehmung des Vogtlandes als kompetente Wanderregion wird durch das Qualitätssiegel wesentlich verbessert ", sagt Michael Hecht, Vorsitzender des Tourismusverbandes Vogtland (TVV). Nach seiner Überzeugung ist die Region mit den fünf Wegen im sächsischen und thüringischen Vogtland ein Vorreiter beim Thema Wandern.

Neu kamen jetzt der Kammweg Erzgebirge/Vogtland und der Elsterperlenweg dazu. Der bis Altenberg reichende Kammweg soll mithilfe eines auf drei Jahre ausgelegten Marketingplans von den Tourismusverbänden Vogtland und Erzgebirge gemeinsam beworben werden. 90.000 Exemplare einer Übersichtskarte wurden bereits gedruckt. Etwa 2000 davon gingen bereits Anfang Januar bei der Tourismusmesse in Stuttgart weg. Wegebeschreibung, Tourenempfehlungen und ein Wanderpass werden zurzeit erarbeitet. Weiter soll es ein eigenes Internetportal für den Kammweg geben. Abgerundet wird die Vermarktung durch die Einbeziehung sozialer Netzwerke im Internet, Mailings, Studien- und Pressereisen sowie die Präsentation auf Wanderfachveranstaltungen und auf ausgewählten Messen, so Bärbel Borchert, im Verband für Marketing zuständig.

Das Zertifizieren von immer mehr Wegen im Vierländereck Böhmen, Bayern, Sachsen und Thüringen ist nach Auffassung von Hecht ein Beleg dafür, dass der 2005 mit der Bewertung des Vogtland Panorama Weges begonnene Prozess keine Eintagsfliege darstellt. Passend dazu steigt im Landkreis die Zahl zertifizierter Qualitätsgastgeber unter dem Etikett "Wanderbares Deutschland". Mittlerweile gibt es 17 solcher Quartiere. "Das als Wandergebiet relativ unbekannte Vogtland rückte mit dem Qualitätssiegel 2005 ins Licht des Interesses", sagt Hecht. In den folgenden drei Jahren verdreifachte sich die Zahl der Wandernachfragen. Wie groß das Gästepotenzial ist, mache eine Studie des Deutschen Wanderverbandes deutlich: Demnach wandert jeder zweite Deutsche (etwa 40 Millionen Menschen). Jeder Dritte gab an, fünf bis sechs Mal im Halbjahr zu wandern. Weitere 20 Prozent gaben an, mehrmals im Jahr unterwegs zu sein - am liebsten im Mittelgebirge.

Aber auch die Vogtländer haben den Panorama Weg gut angenommen. "Oft erhalten wir Hinweise und Vorschläge zum Zustand der Wege, zu Markierungen oder wenn Reparaturen notwendig sind", freut sich Hecht. Aber auch die Regional- und Ortswegewarte im Vogtland räumen dem Weg bei der Wartung oberste Priorität ein.

 
erschienen am 24.01.2011 ( Von Lutz Hergert )
 
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