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Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew warnt vor einem «Weltkrieg» im Falle der Entsendung von Bodentruppen nach Syrien.

Foto: Punit Paranjpe Bild 1 / 2

Medwedew warnt bei Bodentruppen in Syrien vor «Weltkrieg»

erschienen am 11.02.2016

Berlin (dpa) - Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew hat vor einem «Weltkrieg» im Falle der Entsendung westlicher oder arabischer Bodentruppen nach Syrien gewarnt. Bodentruppen würden den Krieg in Syrien nur auf unabsehbare Zeit verlängern, sagte er dem «Handelsblatt».

Auch angesichts der vielen verschiedenen Kriegsparteien in Syrien sprach sich Medwedew für Verhandlungen als alleinige Möglichkeit zur Beendigung des Konflikts aus. Und verband das mit einer scharfen Warnung: «Alle Seiten müssten gezwungen werden, am Verhandlungstisch Platz zu nehmen, anstatt einen neuen Weltkrieg auszulösen.»

Auch an der Flüchtlingspolitik Deutschlands und der Europäischen Union ließ Medwedew kein gutes Haar. «Die europäische Migrationspolitik ist völlig gescheitert. Alles ist ganz furchtbar», sagte er. Es sei doch «einfach dumm, die europäischen Türen breit zu öffnen und alle einzuladen, die zu euch kommen wollten», kritisierte er Kanzlerin Angela Merkel.

Medwedew nannte es ein völlig unkalkulierbares Sicherheitsrisiko, Hunderttausende Flüchtlinge weitgehend unkontrolliert durch die EU wandern zu lassen. Viele Flüchtlinge kämen wegen der hohen Unterstützungszahlungen nach Deutschland, andere als Terroristen, sagte Medwedew. Denn unter den Kriegsflüchtlingen seien auch «Hunderte oder sogar Tausende Schurken». Der russische Regierungschef rief im Vorfeld der Münchener Sicherheitstagung zu einer engen Kooperation zwischen Russland und dem Westen in Sicherheits- und Terrorfragen auf.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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Kommentare
3
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 11.02.2016
    22:33 Uhr

    aussaugerges: Zombi,,der gröste Brandstifter ist immer noch die USA.

    0 2
     
  • 11.02.2016
    22:29 Uhr

    aussaugerges: Da hat er Recht.

    Den IS gibt es ja nicht mehr sind alle gewandelt wie die Nazis.hi,hi.

    0 0
     
  • 11.02.2016
    18:06 Uhr

    zombie1969: Man kann nur hoffen, dass nicht auch noch der Libanon und Jordanien zum Bürgerkriegsland wird.
    Dass das Eingreifen des Iran in Syrien den Hass zwischen Schiiten und Sunniten weiter anheizt, war zu erwarten. Sehr schlecht ist jetzt, dass der Westen nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran nun mit leeren Händen da steht. Ob in Syrien, Jemen, im Irak, in Gaza oder im Libanon, der Iran ist derzeit der grösste Brandstifter.
    Der Libanon war einmal die "Schweiz des Nahen Ostens". Vielleicht sollte man einmal die Ursachen untersuchen warum der sich so drastisch verändert hat.

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