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Hunderte Manroland-Beschäftigte bekommen Entlassung
Augsburger Betriebsrat nennt Verfahren "unmenschlich"
Augsburg/Offenbach/Plauen (dapd). Hunderte Beschäftigte in den drei Werken des insolventen und zerschlagenen Druckmaschinenherstellers Manroland haben am Montag ihre Kündigung bekommen. Die Massenentlassungen in Augsburg, Offenbach und Plauen sollen die Existenz des Unternehmens retten. Insgesamt verlieren fast 2.400 "Manroländer" und damit die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland ihren Job.
In Augsburg kritisierte Betriebsratschef Jürgen Bänsch das Verfahren als "unmenschlich". Die Beschäftigten hätten sich anstellen müssen wie "Lämmer, die man zur Schlachtbank führt", um die Information über ihre Zukunft zu bekommen. Im größten Manroland-Werk bleiben 1.400 Beschäftigte, 887 werden nicht vom neuen Eigentümer, der Lübecker Possehl-Gruppe, übernommen.
Die Entlassenen in Ausgburg hätten sehr unterschiedlich reagiert, sagte Bänsch. "Einige nahmen es mit Galgenhumor, andere sind fast zusammengebrochen", fügte er hinzu.
In Offenbach verlieren nach Angaben des Betriebsrats 1.000 von 1.750 Mitarbeitern ihre Stelle, in Plauen müssen 500 von 800 Beschäftigten gehen. Das Werk Plauen soll später auch an Possehl gehen. Für den Standort Offenbach soll im sogenannten Buy-out-Verfahren das Management den Betrieb sanieren und einen Investor suchen.
Manroland hatte im November Insolvenz angemeldet. Die Gläubiger des weltweit drittgrößten Druckmaschinenbauers einigten sich in der vergangenen Woche auf die Zerschlagung des Unternehmens.
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