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Industrie gründet Bündnis für Jagd nach Rohstoffen
Zwölf Firmen finanzieren den Start - Bündnis offen für weitere Unternehmen
Berlin (dapd). Die deutsche Industrie bläst nach langem Anlauf zur Aufholjagd im weltweiten Wettrennen um knapper werdende Rohstoffe. Ein Dutzend Firmen, darunter Schwergewichte wie BASF, Daimler und ThyssenKrupp, wollen eine "Allianz zur Rohstoffsicherung" finanzieren und ein schlagkräftiges Unternehmen starten, wie der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) am Montag in Berlin mitteilte.
Die Allianz will sich an Rohstoffprojekten im Ausland beteiligen und Rohstoffquellen für deutsche Firmen erkunden und sichern. "Der Fokus des Unternehmens wird auf Rohstoffen liegen, bei denen ausgeprägte Versorgungsrisiken für die deutsche Industrie bestehen", sagte BDI-Vizepräsident Ulrich Grillo. Zunächst müssten aber noch organisatorische und rechtliche Fragen geklärt und die Struktur des Unternehmens aufgebaut werden.
Hintergrund der Allianz ist der verschärfte globale Wettbewerb um begehrte Rohstoffe wie etwa Seltene Erden, die in der Computerabfertigung oder beim Bau von Windkraftanlagen unverzichtbar sind. Länder wie China sichern sich mit einer offensiven Diplomatie wichtige Vorkommen etwa in Afrika.
Der BDI hatte die Allianz schon vor geraumer Zeit angestoßen und im Dezember mit dem früheren E.ON-Vorstand Dierk Paskert bereits einen Geschäftsführer vorgestellt. Weitere Unterstützerfirmen sind laut BDI der Kupferproduzent Aurubis, Bayer, BMW, Chemetall, Evonik Industries, Georgsmarienhütte Holding, Bosch, Stahl-Holding-Saar sowie Wacker Chemie. Die Allianz stehe weiteren Unternehmen offen, erklärte der Verband.
Einzelheiten zur Finanzierung der Allianz nannte der BDI nicht. Nach einem Bericht der "Financial Times" wollen die Gründungsfirmen zunächst je 300.000 Euro in das Bündnis einzahlen. Der BDI wird nicht unmittelbar an der Finanzierung und der operativen Arbeit beteiligen.
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