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Millionenabfindungen belasten Hochtief
Verlust fällt 2011 höher aus als bislang erwartet - Probleme bei der australischen Tochter Leighton
Essen (dapd). Millionenabfindungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und Verluste bei der australischen Tochter Leighton haben den Baukonzern Hochtief 2011 tiefer in die roten Zahlen rutschen lassen als bislang bekannt. Insgesamt rechnet der Essener Konzern inzwischen für das vergangene Jahr mit einem Konzernverlust von rund 160 Millionen Euro, wie er am Sonntagabend mitteilte. Das sind rund 60 Millionen Euro mehr als bislang prognostiziert.
Hochtief-Chef Frank Stieler betonte: Wir schließen damit ein Jahr ab, in dem wir viele Veränderungen und Altlasten verarbeitet haben. Das ist im Konzernabschluss sichtbar." Deutschlands größter Baukonzern war im vergangenen Jahr nach langer, vergeblicher Abwehrschlacht vom spanischen Konkurrenten ACS übernommen worden.
Große Teile des Vorstandes hatten daraufhin von einem in ihren Verträgen für diesen Fall vereinbarten Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, dass ihnen hohe Abfindungen garantierte. Die damit verbundenen Kosten bezifferte das Unternehmen auf rund 35 Millionen Euro.
Außerdem belasteten Probleme bei der australischen Tochter Leighton die Bilanz. Und auch die Griechenland-Krise ging nicht spurlos an dem Konzern vorbei. Für Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile musste der Konzern im vierten Quartal rund 90 Millionen Euro an Wertberichtigungen vornehmen.
Dennoch blickt der Hochtief-Chef optimistisch in die Zukunft. Grund dafür sind die vollen Auftragsbücher. Der Auftragsbestand stieg zum Jahresende auf rund 48 Milliarden Euro. Stieler bekräftigte deshalb auch die bisherige Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Hochtief rechnet demnach weiterhin in 2012 mit einem operativen Gewinn leicht unterhalb des bisherigen Rekordjahrs 2010.
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