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Spielwarenmesse geht mit leichtem Besucherminus zu Ende

Branche blickt optimistisch auf das laufende Jahr

Nürnberg (dapd). Für ihre internationalen Gäste hat die Spielwarenmesse ihren Start in diesem Jahr extra um einen Werktag nach vorne verlegt - dennoch ist sie am Montag mit einem leichten Besucherrückgang zu Ende gegangen. Statt der erwarteten rund 80.000 Einkäufer und Händler aus aller Welt seien ersten Hochrechnungen zufolge nur rund 77.500 angereist und damit 1.743 weniger als 2011. Allerdings seien wie gewünscht mehr Besucher als im Vorjahr aus den USA und Osteuropa gekommen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Spielwarenmesse, Ernst Kick, auf der Abschlusspressekonferenz in Nürnberg.

Gleichzeitig seien jedoch weniger Besucher aus den Krisenländern Italien, Spanien und Griechenland angereist. Auch das sehr kalte Wetter könnte eine Rolle beim Besucherrückgang gespielt haben. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden", sagte Kick. Die Spielwarenmesse habe sich als internationale Trendschau gefestigt.

92 Prozent der 2.776 Aussteller und 87 Prozent der Fachbesucher hätten sich bereits jetzt dafür ausgesprochen, im nächsten Jahr wieder in Nürnberg dabei zu sein. "Die Stimmung in den Hallen ist gut. Die Aussteller berichten von einer leichten Steigerung der Ordertätigkeit", sagte Kick. 82 Prozent von ihnen hätten der Messe einen "guten" bis "sehr guten Verlauf" attestiert.

Zwtl.: Branche im Höhenflug

Das lässt die Branche zuversichtlich aufs laufende Jahr schauen. "Wir haben die berechtigte Erwartung, dass 2012 das sagenhaft gute Jahr 2011 noch übertreffen wird", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie, Volker Schmid. Die Branche sei seit vier Jahren im Höhenflug. Mitentscheidend hierfür sei, dass Spielen mittlerweile als wichtigster Faktor für eine positive Gehirnentwicklung anerkannt werde. "Spielen ist mindestens so wichtig wie lernen", erklärte Schmid.

Hochrechnungen des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) zufolge nahm der Branchenumsatz 2011 um rund fünf Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Die genauen Zahlen liegen laut BVS-Geschäftsführer Willy Fischel erst Ende des Monats vor. Er geht davon aus, dass der Umsatz 2012 noch einmal zwischen zwei und vier Prozent gesteigert werden kann.

dapd

 
erschienen am 06.02.2012
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