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Macht die SPD wieder glücklich: Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Und die Hände zum Himmel

Wie wir von den Norwegern lernen können, das glücklichste Volk der Welt zu sein - eine Glosse von Ulrich Hammerschmidt

erschienen am 20.03.2017

Die Norweger suchen nicht nur das Glück. Sie haben es gefunden. Das ahnten wir Deutsche schon. Spätestens seit 1970, als uns die strahlende Wencke Myhre, das muntere Mädchen aus Oslo, ein Lied vorsang, als hätte sie ein Pfund Glücklichkeit zum Frühstück gegessen. "Er hat ein knall ..." - Kunstpause - "... rotes Gummiboot. Und mit diesem Gummiboot fahren wir hinaus. Und erst im Abendrot" - Pause - "kommen wir nach Haus." Zitat Ende.

Von früh bis spät glücklich sein - die Norweger können das besonders. Das hat eine Studie nun bestätigt. Der Weltglücklichkeitsbericht, den die Vereinten Nationen (UN) 2012 erstmals veröffentlicht haben, hat Daten aus 155 Ländern untersucht und setzt Norwegen in diesem Jahr auf Platz 1. Damit ist es das Land mit den glücklichsten Menschen und löst das zuvor dreimal erstplatzierte Dänemark ab. Dieses belegt nun den zweiten Platz vor Island.

Noch ein Zitat aus dem Gummibootlied. Denn es reimt sich so schön. Am Dienstag ist schließlich Welttag der Poesie. "Wir haben kein Segel und keinen Motor, oh nein, und schaukeln mit Liebe und viel Humor ins große Glück hinein." Solches Glücksvertrauen ist uns Deutschen fremd, weshalb uns die Glücklichkeitsstudie hinter den USA, Israel und Costa Rica auf Platz 16 sieht - wie in den Vorjahren auch. Glücklicher sind wir also nicht geworden.

Aber das soll sich ändern. Denn laut UN-Bericht hängt das Glücksgefühl der Bürger eines Landes nicht nur von Faktoren wie Freiheit oder Wohlstand ab. Eine gute Regierung muss auch sein. "Wir haben ein Segel und einen Motor ..." Das könnte sie sein, die neue Hymne der SPD, seit Martin Schulz nun Parteichef und Kanzlerkandidat ist.

So glücklich hat man die Genossen lange nicht gesehen. Ihr Mister 100 Prozent kann gewiss selbst reines Schlager-Wasser in politischen Lyrik-Wein verwandeln: "Und die Hände zum Himmel. Kommt, lasst uns fröhlich sein. Wir klatschen zusammen. Und keiner ist allein." Zitat Ende - ein Gedicht zum Welttag des Wunsches, dass das knallrote Gummiboot nicht nur mit viel Luft gefüllt ist.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 21.03.2017
    15:21 Uhr

    saxon1965: Eine schöne Glosse, Herr Hammerschmidt!
    Ja, man muss schon aufpassen, dass man sein ganz persönliches Glücksempfinden nicht verliert. In diesen Zeiten nicht immer leicht! Glück ist wichtig, wenn auch nicht allein selig machend.
    Wir können da sicher was von den Norwegern lernen. Am meisten unsere Politiker!

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