Pedelecs, hier ein "Panther", eignen sich vor allem für den Weg zur Arbeit.
Foto: Uwe Mann
Mit einem Panther in der Stadt
E-Bikes und Pedelecserobern den Markt - Sie machen das Fahren bequemer, haben aber noch Reserven
Chemnitz. Der Wunsch ist nicht neu: beim Radfahren steile Berge sowie lange Anstiege leicht nehmen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Dass Tüftler sich gerade in Gebirgsregionen dieser Aufgabe schon vor Jahrzehnten gestellt haben und nicht erst Fahrradhersteller in den letzten Jahren darauf gekommen sind, weiß, wer einmal das Automobilmuseum für sächsische Fahrzeuge in Chemnitz besucht hat. Hier in der Zwickauer Straße fällt ein Fahrrad ins Auge, nicht nur wegen seines schönen Designs und weil es den kleinsten Fahrradhilfsmotor besitzt. Sondern skurril wie genial mutet an, wohinein der Kraftstoff für den Fahrradhilfsmotor getankt wird: Der 0,5-Liter-Tankbehälter befindet sich in der Vorderlampe.
E-Bikes und Pedelecs
Hergestellt wurde dieses Rad mit Hilfsmotor 1950 bei Grimma. Im Museum sind noch etliche ähnliche Räder zu sehen. Man kann fragen, ob der technische Stand auf diesem Gebiet ein ganz anderer wäre, hätte man die Entwicklung damals nicht durch realsozialistische Planungen unterbunden. Sei es drum. Heute erobern Elektrofahrräder, also E-Bikes, und Pedelecs, den Markt. Bei den Pantherwerken in Löhne, einem der größten Produzenten Europas, umfasst der Anteil der Elektrorad- und Pedelec-Produktion derzeit rund zehn Prozent. Zum Verständnis: E-Bikes sind solche Räder, bei denen der elektrische Antrieb völlig unabhängig von der Kraft des Fahrers funktioniert. Pedelecs dagegen unterstützen den Fahrenden nur, solange dieser in die Pedale tritt.
Wie ist der Stand der Technik heute bei Pedelecs? Wofür eignen sie sich? Wo liegen Reserven?