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Unfallgefahr durch tief stehende Sonne

Geschwindigkeit der Sichtweite anpassen

Wien (ddp). Wohl jeder freut sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen nach dem langen Winter. Zumindest, solange sie nicht zu einem Sichthindernis und damit zu einer Gefahr werden. "Besonders im Frühling und im Herbst, wenn die Sonne niedrig steht, kann es zu einer plötzlichen Blendung kommen", warnt Marion Seidenberger, Verkehrspsychologin beim österreichischen Automobilclub ÖAMTC in Wien. Sie weiß aus Erfahrung, wie schnell durch Blendung im Straßenverkehr die Gefahr eines Unglücks steigt. Auffahrunfälle drohen, beispielsweise an Ampeln, weil man die Lichter schlecht sieht. Fußgänger werden von Kraftfahrern oftmals später oder gar nicht wahrgenommen. "Da die Sonne derzeit besonders in den Morgenstunden blendet, sind auch Kinder auf dem Schulweg gefährdet", warnt Seidenberger.

Fachleute gehen davon aus, dass bei rund fünf Prozent aller Unfälle "blendende Sonne" im Spiel ist. Daher ist es ganz wichtig, bei plötzlich auftretenden extremen Lichtverhältnissen richtig zu reagieren. Man sollte nicht in Richtung Sonne schauen, sondern den Blick auf die Fahrbahn, relativ dicht vor dem Fahrzeug, senken. In vielen Fällen hilft ein rascher Griff an die Sonnenblende, und die Gefahr wird ausgeklappt.

Ganz wesentlich ist es außerdem, die Geschwindigkeit der Sichtweite anzupassen. Generell gilt erhöhte Vorsicht im Annäherungsbereich von Fußgängerampeln, Zebrastreifen, in Wohnstraßen und in der Nähe von Schulen, Kindergärten sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen. "Ein plötzlicher Sonnenstrahl, der durch die Wolken bricht, kann einem Lenker schon die Sicht rauben", sagt Seidenberger. Wenn möglich sollte man zudem jede weitere Ablenkung - Telefon, Navigationsgeräte, laute Musik - im Auto vermeiden, wenn die Lichtverhältnisse belastend fürs Auge sind.

Tritt während des Fahrens plötzlich eine Blendung durch die Sonne auf, sollte man nicht den Fehler machen, hektisch den Scheibenwischer zu betätigen. "Im Augenblick verschlechtert sich die Sicht sogar, wenn man den Dreck auf der Scheibe verschmiert", warnt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Wesentlich für die gute Sicht ist die Qualität der Wischerblätter. "Wenn der Gummi alt oder verschlissen ist, nützt das beste Reinigungsmittel wenig. Da helfen nur noch neue Wischerblätter", sagt Kerbl.

Außerdem sollte man bei der Scheibenreinigung nicht vergessen, dass es Innen- und Außenflächen gibt. Die beste Vorbeugung gegen verschmierte, schmutzige Scheiben ist eine gründliche Reinigung. Einerseits sollte man die Autoscheiben regelmäßig mit einem weichen Tuch und speziell dafür gedachten Putzmitteln reinigen. Andererseits ist auf ausreichend Wasser inklusive Reinigungsmittel im Scheibenwischertank zu achten.

(ddp)

 
erschienen am 16.03.2010
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