Pfiffige Gestaltung und jetzt auch mit kombiniertem Elektromotor und Benzin-Antrieb: der neue Yaris Hybrid.
Foto: Toyota
Zugpferde mit den "zwei Herzen"
Hybrid-Offensive bei Toyota: Yaris und Prius Plus
Chemnitz. Nicht jeder Prius-Fahrer ist Taxi-Unternehmer. Doch die Mietdroschkenlenker schwören auf Hybrid und auf den daraus resultierenden Verbrauchsvorteil. Taxiunternehmer können künftig noch günstiger kalkulieren: Der neue Prius plus ist 13,5 Zentimeter länger und nimmt bis zu sieben Passagiere auf. Scharf kalkulierende und umweltbewusste Käufer werden eher zum Yaris greifen: Es ist der erste Vollhybrid im Kleinwagensegment.
45.000 Hybrid-Fahrzeuge in Deutschland, 400.000 in Europa, vier Millionen weltweit: Bei dieser Bilanz will es Toyota nicht belassen. Die Japaner verstehen sich als Trendsetter bei der Kombination von Verbrennungs-und Elektromotor. Ihren Vorsprung können sie nun in der volumenstärksten Fahrzeugklasse in Europa ausbauen. Als Vollhybrid kommt der Yaris mit der Empfehlung von 2,5 Millionen verkauften Autos und dem Anspruch, in der attraktiven Hülle der dritten Modell-Generation auch "grüne" Kunden gewinnen zu können.
Yaris mit Rekordwerten
3,5 Liter Durchschnittsverbrauch undeinCO2-Ausstoßvon79 Gramm pro Kilometer: Das sind die Rekordwerte, mit denen der Yaris als Hybrid für sich wirbt. Den Toyota-Ingenieuren gelang es, das Gewicht des Hybridsystems um 42 Kilogramm abzuspecken und die um 20 Prozent im Volumen abgesenkte Nickel-Metallhybrid-Batterie gemeinsam mit dem Kraftstofftank raumsparend unter der Rückbank zu platzieren. So müssen weder bei den Innen-Abmessungen noch beim Gepäckraum Abstriche gemacht werden.
Ein geräuschloser, kraftvoller Antritt ist die emotional ansprechende erste Erfahrung mit dem Yaris Hybrid. Der Benzinmotor ergibt zusammen mit dem Elektroantrieb eine nach der Papierform stattliche Systemleistung von 74 kW/100 PS. Das verspricht zügige Überholmanöver. Doch in der Praxis entpuppt sich der Yaris Hybrid als müder Krieger. Beim Tritt aufs Gaspedal jault der Motor auf, folgt aber nur unwillig den Befehlen des Fahrers. Das schlecht abgestimmte Automatikgetriebe dämpft die Freude an flotten Manövern erheblich. Vor allem im Eco-Modus erweist sich der Yaris als lahm. Für den fehlenden Fahrspaß entschädigt eine Verbrauchs-ersparnis von bis zu zehn Prozent im Vergleich zum Normalbetrieb.
Umweltfreundlichkeit und Effizienz sprechen für den Yaris. Reichweiten bis 1000 km sind bei zurückhaltender Fahrweise möglich. Im Stadtbetrieb mit hohem Anteil zurückgewonnener Bremsenergie können über 60 Prozent der Wegstrecke im rein elektrischen Fahrbetrieb absolviert werden.
Was noch für den Yaris spricht? Es ist das Design, das mit pfiffigem Zuschnitt ein Ende der Trostlosigkeit der Toyota-Modellpolitik der letzten Jahre verspricht. Als Stadtwagen macht der Japaner eine gute Figur. Die Verarbeitungsqualität wirkt tadellos, die Qualitätsanmutung verrät keinen Premium-Anspruch. Dafür ist der Preis mit 16.950 Euro sehr günstig.
Toyota Yaris Hybrid: Länge/Breite/Höhe (in m): 3,91/1,70/1,51; Kofferraum: 286 Liter; Motorisierung: 1,5-Liter-Benzin-Motor mit 55 kW/74 PS, Elektromotor mit 45 kW/60 PS, Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h, Normverbrauch: 3,5 Liter auf 100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 79 g/km; Preise: ab 16.950 Euro.
11:40 Uhr
sarcastic: Zitat: " Beim Tritt aufs Gaspedal jault der Motor auf, folgt aber nur unwillig den Befehlen des Fahrers. Das schlecht abgestimmte Automatikgetriebe dämpft die Freude an flotten Manövern erheblich"
So schreibt (oder kopiert) nur jemand, der die Toyota-Hybrid-Technik noch nicht selbst gefahren und vor allem die Funktions- und Wirkweise nicht verstanden hat.
Für das Planetengetriebe spricht ruckfreies und lineares Beschleunigen im jeweils effizienten Drehzahlbereich - andere Motoren jaulen ebenfalls beim Beschleunigen auf und das (je nach Anzahl der Gänge) immer und immer wieder und das ist richtig nervtötend.
Das "schlecht abgestimmte Automatikgetriebe" zeichnet sich bitte wodurch aus? Schaltruckeln, zu frühes/spätes Schalten?
Das Alles gibt es bei Toyota/Lexus-Hybriden nicht! Genausowenig gibt es Störquellen wie: Lichtmaschine, Anlasser, Kupplung, übermäßigen Bremsverschleiß (durch elektrisches - sogenannte rekuperatives - Bremsen möglich), Zahnriemen, Turbolader, Partikelfilter...
Übrigens:
Der Toyota Yaris Hybrid ist momentan ein wahrer Selbstläufer, durch welchen Toyota fast nicht mehr mit der Produktion in Frankreich hinterher kommt.
Wartezeiten erreichen schon die 6 Monate - und den herkömmlich angetriebenen Yaris will kaum noch einer, was bei gleichem Preis aber niedrigerem Verbrauch (des Hybrid) auch verständlich ist.
Auch der Prius - quasi das Serien-Hybrid-Original - wird immer gefragter und die anderen Hersteller merken langsam, dass sie wohl seit 15 Jahren - solang funktioniert das Toyota-Hybrid-System quasi störungsfrei und komplikationslos - verschlafen haben.