EinLesegerätodereinTablet-Computer kann eine Bücherei speichern.
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Ein ganzes Regal im kleinen Computer
Geräte für elektronischen Lesestoff finden zunehmend Freunde - Riesen-Kapazität ist das große Plus
Berlin. Am 23. April ist der Welttag des Buches und des Urheberrechts. Demnächst wird man vielleicht noch einen dritten Begriff anhängen müssen: Tag des E-Books, des elektronischen Buches. Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen?
Wie lassen sich elektronische Bücher lesen?
Es gibt Geräte, die nur dazu dienen, elektronische Bücher zu lesen: E-Book-Reader. Daneben lassen sich zu diesem Zweck auch herkömmliche Computer, Laptops und Smartphones nutzen. Als größter Konkurrent für die E-Book-Reader gelten Tablet-Computer.
Was sind die Unterschiede zwischen den Geräten?
Die meisten E-Reader besitzen einen unbeleuchteten Schwarz-Weiß-Bildschirm. Im Dunklen braucht der Nutzer somit eine Leselampe, dafür sind die Texte auch bei Sonnenlicht gut lesbar. Die Augen haben fast den Eindruck, sie läsen von Papier. Aber auch Tablet-Hersteller bauen neue Geräte mit höherer Auflösung und machen Lesen damit augenfreundlicher. Diese bieten zudem mehr multimediale Anwendungen als reine E-Reader. Dafür aber ist im Sonnenlicht auf ihrem Bildschirm kaum etwas zu sehen. Auch die Akkulaufzeit ist deutlich kürzer.
Wie groß ist das Angebot an Lesestoff?
Laut Gesellschaft für Konsumforschung vertreibt rund ein Drittel aller Verlage in Deutschland E-Bücher, Tendenz steigend. Einer Studie des Beratungsunternehmens Code Mantra zufolge umfasst das Angebot an E-Büchern in deutscher Sprache je nach Anbieter zwischen 25.000 und 80.000 Stück. An gedruckten Werken sind mehr als 1,2 Millionen Titel lieferbar.
Wie kommen die Texte aufs Endgerät?
Über das Internet. Teilweise verfügen die Geräte dafür über drahtlose Internetzugänge per W-Lan oder über mobiles Internet per Handynetz. Bei einigen Geräten ist ein Umweg über den Computer notwendig: Nutzer müssen dann die Inhalte aus dem Internet auf den Rechner laden und sie anschließend auf das Lesegerät übertragen.
Sind alle Inhalte auf allen Endgeräten zu lesen?
Nein. Die Texte liegen in bestimmten Dateiformaten vor. Hier haben sich mit PDF und EPUB zwei Versionen durchgesetzt, die von fast allen Geräten verstanden werden. Größere Probleme bereitet hingegen der Kopierschutz, mit dem zahlreiche E-Books versehen sind. Apple und Amazon, die sowohl Lesegeräte als auch digitale Bücher verkaufen, verwenden jeweils einen Kopierschutz, der nur auf den eigenen Geräten läuft. Amazon stellt dem Nutzer aber dazu noch ein Programm zur Entschlüsselung für andere Geräte zur Verfügung.
Wie viel kostet das E-Buch-Lesen?
Zunächst einmal fallen die Kosten für das Gerät an. Die Preisspanne bei E-Readern liegt zwischen 100 und 300 Euro. Tablet-Computer sind meist für 250 bis 800 Euro zu haben. Beim Lesestoff gilt laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Deutschland bei neueren E-Büchern die Buchpreis-Bindung. Das heißt, E-Books kosten überall gleich viel. Es gibt auch kostenlose Bücher im Netz, etwa auf der Internet-Seite www.gutenberg.org.
Wie viele Bücher passen in ein solches rund ein halbes Pfund schweres Lesergerät?
Einige Tausend. Je nach Kapazität des Lesegerätes können es bis zu 3500 E-Books sein.