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Gefahren beim Online-Shopping erkennen

Vor allem bei vermeintlichen Schnäppchen sollte man vorsichtig sein

Kleinmachnow (dapd). Die Einkaufstour im Internet ist für die meisten Verbraucher heute Routine. Dabei blenden viele allerdings die Gefahren aus, die mit dem Online-Shopping verbunden sind. Vor allem unerfahrene User gehen schnell Betrügern auf den Leim, welche die Kunden um ihr Geld bringen wollen.

Professor Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg, rät deshalb: "Auch beim Einkaufen im Internet sollten allgemeine Sicherheitsempfehlungen immer beachtet werden, denn ein gesundes Misstrauen schützt."

So sollten Verbrauchern immer die Warenbeschreibungen genau lesen: Oft werden in endlos langen Beschreibungen hinter klangvollen Namen wie dem iPhone nur wertlose Leerverpackungen zum Kauf angeboten. Vorsicht ist auch bei der Preisgabe von Daten geboten: Die Verbindung sollte sicher sein (zu erkennen am "https" in der Browserzeile), selbst gewählte Passwörter sollten tatsächlich Schutz bieten und es sollte eine sichere Zahlungsmethode gewählt werden - wer bereit ist, Waren mit Vorkasse zu bezahlen, lockt Betrüger geradezu an.

Vorsicht ist auch bei vermeintlichen Schnäppchen im Internet geboten, die über Plattformen wie eBay verkauft werden: Oft stecken hinter solchen "Top-Angeboten" Gauner, die selten benutzte eBay-Accounts kapern und unter fremdem Namen verkaufen. Der echte Account-Inhaber weiß nichts davon, das Geld wird eingesammelt, die Betrüger verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Typische Anzeichen für einen Betrug: Die Nutzer kommen aus dem Ausland, die Beschreibung ist schlecht, der Preis außergewöhnlich günstig, der Verkäufer hat für die angebotenen Sachen keine Bewertung und er schlägt meist einen Verkauf außerhalb der Plattform vor.

Außerdem sollten Verbraucher sich informieren, ob der Anbieter Ihnen Widerrufs- oder Rückgaberechte gewährt - gerade bei Privatkäufen über eBay ist das in aller Regel nicht der Fall. Weitere Informationen zum sicheren Online-Shopping bekommen Interessierte im Internet auf der Website www.kaufenmitverstand.de, die von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes betrieben wird.

 

 
erschienen am 14.12.2011
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