Köstlicher Spargel regt Tätigkeit der Nieren an

Unangenehmer Geruch des Urins wird mit Abbau von Asparagin erklärt

Marburg. Gourmets freuen sich: Nun beginnt wieder die Hochzeit des Spargelessens. Ob pur, mit Hollandaise, Butter oder Schinken - Spargelfreunde genießen am liebsten täglich das Edel-Gemüse. Doch der Genuss hinterlässt bei manchem seine deutlichen Geruchsspuren. Denn kaum sind die leckeren Stangen verdaut, treibt es einen zum Wasserlassen, dessen Ergebnis bei vielen buchstäblich zum Himmel stinkt. Viele befürchten, dass bei ihm deshalb etwas nicht stimmt. Doch man kann unbesorgt sein: Der besondere und etwas strenge Uringeruch nach dem Spargelverzehr ist zwar unangenehm, doch ungefährlich und gesundheitlich völlig unbedenklich.

Unklar ist die Frage, warum Spargelkonsum eine solche typische Duftnote hinterlässt und ob das allgemein bei jedem so ist. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparagussäure für das unangenehme Aroma sorgen. Die Aminosäure Asparagin spielt im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle. Sie wird im Körper zu Ammoniak umgebaut. Der Ammoniak verleiht dem Urin einen stechenden Geruch. Forscher haben bislang verschiedene solcher schwefelhaltigen Substanzen im Urin von Spargelessern entdeckt, die für den typischen Geruch des Urins verantwortlich sind. Interessant dabei ist, dass genetisch bedingt offenbar nur etwa jeder zweite Mensch dieses Enzym besitzt, das den Stoffwechselprozess so beeinflusst, dass dabei die besagten strengen Geruchsstoffe entstehen. Bei allen anderen riecht der Urin nach dem Spargelessen offenbar normal.

Asparagin wirkt harntreibend. Deshalb wird Spargel gern gegessen, um die Nierentätigkeit anzuregen. Eine Entwässerungskur mit Spargel beginnt mit einem Glas Spargelwasser am Morgen. Dafür kann man sogar die vom Schälen übriggebliebenen Reste kochen und verwenden. Mehrere über den Tag verteilte kalte oder warme Spargelmahlzeiten schließen sich an. Bereits nach wenigen Tagen kann man das Ergebnis auf der Waage sehen. Wasseransammlungen im Gewebe verschwinden, ohne dass Nebenwirkungen eines entsprechenden Arzneimittels zu befürchten sind. Doch Spargel ist purinreich. Daher sollten ihn Gichtkranke meiden.

 
erschienen am 04.05.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Ärztliche Notdienste

Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte von Annaberg bis Zwickau finden Sie hier.

weiter lesen
 
 
Shop-Tipp

Der kleine Angsthase

Der kleine Angsthase fürchtet sich vor Hunden, Gespenstern und großen Jungen. Doch er überwindet seine Angst, als der Fuchs den Uli holen will. Eine...
 
Shop-Tipp

DKW Motorradsport 1920 – 1939

In diesem Buch werden chronologisch die DKW-Motorradsport-Erfolge vom ersten Sieg im Jahr 1920 bis zum letzten großen Triumph vor dem Zweiten...
 
Shop-Tipp

Shades of Grey – Band 2 – Hörbuch

Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung ab und...
 
 
 
 
 
 
 
 
Blumen versenden

Traumhafte Frühlingszeit

Machen Sie einem lieben Menschen eine Freude und überraschen Sie ihn mit schönen Frühlingsblumen.

weiter lesen