Zur Gartenparty sind auch die Grillmeister gefragt.
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Damit das Grillfest gelingt
Bei der Party im Freien unbedingt auf Sicherheit achten
Berlin. Die Grillsaison ist längst eröffnet. Und auch am Pfingstwochenende werden viele zur Freiluft-Grillparty einladen oder eingeladen werden. Damit das Fest sicher über die Bühne geht, sind auch technisch-organisatorische Aspekte wie der richtige Standort und die richtige Ausrüstung zu beachten. Außerdem wird immer wieder auf einige Grundregeln hingewiesen, damit es ein gesundes Vergnügen wird.
Wo sollte der Grill stehen?
Der Grill braucht einen sicheren Standplatz auf festem und ebenem Untergrund. In der Nähe sollten sich keine brennbaren Materialien wie etwa Lampions oder ein Sonnenschirm befinden. Wer einen Holzkohlegrill im Windschatten platziert, vermeidet Funkenflug. Spielende Kinder müssen in jedem Fall vom Grill fern gehalten werden.
Wie kleidet sich der Grillmeister?
Schürze, Grillhandschuh und langes Grillbesteck sind der beste Weg, um sich vor heißen Fettspritzern zu schützen. Wer solch einen Aufzug beim Grillfest albern findet, sollte sich die Statistiken ansehen: Etwa 4000 Grillunfälle gibt es im Jahr, rund 500 davon mit schweren Verbrennungen, unter deren Folgen die Betroffenen zum Teil ihr Leben lang leiden.
Wie wird die Holzkohle am besten entzündet?
Die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin rät von Brennspiritus oder gelartigen Grillpasten ab. Denn Spiritus und Benzin können zu leicht entflammbaren, unter Umständen hochexplosiven Gemischen verdunsten. Auf jeden Fall sollten es auf Sicherheit geprüfte Grillanzünder sein, feste Grillanzünder gelten als am sichersten.
Ab wann dürfen Fleisch und Würstchen auf den Grill?
Erst sollte die Kohle gut durchgeglüht sein, bevor das Grillgut auf den Rost kommt. Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn sich auf der Kohle eine weiße Ascheschicht bildet - was je nach Grill bis zu einer knappen Stunde dauern kann. Der Abstand des Rosts mit dem Grillgut zur Glut sollte nicht zu gering sein, sonst verbrennt es schnell: Lieber bei niedrigen Temperaturen etwas länger grillen. Verkohltes Fleisch schmeckt nicht nur schlecht, es ist auch ungesund.
Wozu sind Grillschalen gut?
Sie dienen der Sicherheit, weil vom Grillrost herabtropfendes Fett sich entzünden kann. Sie dienen aber auch der Gesundheit: Denn bei der Verbrennung von tierischem Fett, Fleischsaft oder Marinade werden Schadstoffe wie das krebserregende Benzopyren gebildet, die dann mit dem aufsteigenden Rauch auf das Grillgut gelangen. Das Garen in Grillschale oder Alufolie reduziert die Schadstoffbelastung.
Ist jedes Fleisch geeignet?
Gepökelte Fleisch- und Wurst- waren wie Kasseler Koteletts sind nicht für das Grillen geeignet. Sie enthalten Nitritpökelsalz, aus dem bei großer Hitze als krebser- regend geltende Nitrosamine ent- stehen können. Auf einen weiteren Aspekt macht die Techniker Krankenkasse (TK) unter Bezug auf aktuelle Statistiken des Robert-Koch-Instituts aufmerksam. In Sachsen wurden 2011 mehr als 6000 Campylobacter-Infektionen registriert, darunter auch mehr als 1800 Betroffene in der Region Chemnitz. Damit stieg die Zahl der Erkrankungen in Sachsen durch den häufigsten Durchfallerreger im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent. Steffi Schote, Präventionsberaterin der TK in Sachsen: "Beim Grillen und der Zubereitung von Geflügel ist Vorsicht angesagt. Ein Großteil der Infektionen wird durch belastetes Geflügelfleisch verursacht, das nicht vollständig durchgebraten wurde." Nur wenn das Fleisch richtig durchgegart ist, sterben die Erreger ab. Auch Tauwasser, Marinade oder Verpackungen des Fleisches sollten nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen.
Was mache ich bei Bränden?
Sollte Fett in Brand geraten, ist das Feuer mit Sand, Löschdecke oder Feuerlöscher zu bekämpfen. Keine Löschversuche mit Wasser - dabei kann eine Stichflamme entstehen. Am besten ist, sich etwa einen Eimer Sand bereit zu stellen.
Was mache ich nach dem Grillen mit der Asche?
Die Restglut kann mit Sand erstickt werden. Auf jeden Fall muss die Asche aber völlig erkaltet sein - erst dann darf sie über den Restmüll entsorgt werden.
Und was ist bei Regen?
Am besten das Grillgut auf dem Herd weiter braten. Grillen mit Holzkohle in Innenräumen kann lebensgefährlich sein: Man glaubt es kaum, aber in der Vergangenheit kam es dabei immer wieder zu Todesfällen durch Kohlenmonoxid- Vergiftungen. Auch sollte die Restwärme des Grills keinesfalls zum Heizen der Wohnung genutzt werden. (afp/fp)