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In sozialen Netzwerken privates und berufliches Profil anlegen
Berufliche Kontakte in soziale Netzwerke zu übertragen, kann problematisch sein
Berlin (dapd). Darf man sich mit Geschäftskunden in sozialen Netzwerken "anfreunden"? Was, wenn der Chef plötzlich eine "Freundschaftseinladung" schickt, aber man einige überaus alberne Urlaubsfotos auf seinem Profil hat? Berufliche Kontakte in soziale Netzwerke zu übertragen, kann problematisch sein.
"Ob man solche Online-Kontakte knüpfen sollte, kommt sehr auf die Firma und das Verhältnis zum Chef oder zu den Kollegen an", sagt die Berliner Marketing- und Kommunikationsökonomin Fulya Sonnenschein. "Man muss sich fragen: Wie stehe ich zu ihnen? Duze ich sie zum Beispiel, gehen wir zusammen auf Partys?" Generell seien die Kontakte unproblematischer in Unternehmen wie Werbeagenturen, in denen es locker und jugendlich zugeht, als um Beispiel in einer Großbank, in der man den Chef kaum persönlich zu Gesicht bekommt. In diesem Fall solle man von einer Kontaktaufnahme mit dem Vorgesetzten eher absehen.
Wenn Chefs oder Kollegen sich in dem Netzwerk mit einer Kontaktanfrage melden, müsse man abwägen: Ist die eigene Seite zu privat oder kompromittierend, lehnt man den Kontakt lieber ab. Damit sei man allerdings in einem Dilemma, sagt Fulya Sonnenschein: "Das ist natürlich sehr unhöflich." Die Lösung könnten zwei getrennte Profile sein; eins für Freunde, Bekannte und Familie, eins für das berufliche Umfeld. Das sei seriös und ratsam, um niemanden vor den Kopf zu stoßen, und werde auch oft praktiziert.
Kein Problem stelle sich hingegen bei sozialen Netzwerken, die in erster Linie für professionelle Kontakte gedacht sind. Diese, sagt die Kommunikationsberaterin, seien grundsätzlich seriös und Kontaktaufnahmen in der Regel gerne gesehen.
dapd