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Konflikte zwischen getrennten Eltern bringen Kinder in Bedrängnis
Treffen werden oft seltener
Wuppertal (dapd). Getrennte Eltern vereinbaren oft regelmäßige Besuchszeiten für die gemeinsamen Kinder. Doch nicht immer hat der Nachwuchs Lust, übers Wochenende zu Mama oder Papa zu fahren - und so werden die Treffen immer seltener.
"Es ist wichtig, dass man in so einer Situation nach den Ursachen forscht, weshalb das Kind den Besuch verweigert", sagt Elke Fuhrmann-Wönkhaus, Autorin des Ratgebers "Scheidungskinder". Dabei sollte man unbedingt die Beziehung zum Ex-Partner beleuchten.
Oft steckten nämlich Konflikte zwischen den Eltern hinter der Zurückhaltung des Kindes. "Meistens ist es so, dass die ehemaligen Partner es nicht schaffen, die Paar- und Elternebene strikt zu trennen. Denn auch wenn das Paar sich trennt, bleiben die Eltern über ihr Kind ein Leben lang verbunden", betont die Wuppertaler Sozialwissenschaftlerin. Schwierig sei beispielsweise, wenn der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, den Besuch beim Ex-Partner nicht gutheiße. "Dann zeigt sich das Kind oft solidarisch und sagt deshalb, es möchte Mama oder Papa nicht sehen", erklärt die Expertin.