Klingelt das Handy während einer Verabredung, sollte man sein Gegenüber um Entschuldigung bitten, bevor man den Anruf entgegennimmtFoto: dapd
Mit dem Handy in der Öffentlichkeit diskret telefonieren
"Eine absolute Tabuzone sind Beerdigungen"
Frankfurt am Main (dapd). Laute Handygespräche im Zug, ein nervender Klingelton im Restaurant - viele Menschen fühlen sich vom Telefonierverhalten anderer in der Öffentlichkeit gestört. "Man sollte so diskret und kurz wie möglich telefonieren, wenn man sich in Gesellschaft befindet", sagt Knigge-Expertin Lis Droste. Am besten sei es, den Anrufer leise zu fragen, ob man ihn später zurückrufen könne.
Außerdem sei es angebracht, die Lautstärke des Klingeltons zu minimieren oder gleich den Vibrationsalarm einzuschalten. Bei bestimmten Anlässen sollte man das Handy ganz ausschalten oder wenigstens auf lautlos stellen. "Eine absolute Tabuzone sind Beerdigungen", mahnt Droste, "aber auch im Theater oder bei Veranstaltungen ist ein Handyklingeln mehr als unhöflich, weil man nicht nur das Publikum stört, sondern auch die Künstler".
Klingelt das Handy während einer Verabredung, sollte man sein Gegenüber um Entschuldigung bitten, bevor man den Anruf entgegennimmt. "Am besten fragt man direkt, ob man kurz rangehen darf. Dann sollte man sich aber wirklich kurzfassen." Wenn man schon vorher wisse, dass man einen dringenden Anruf erwartet oder dienstlich abrufbar sein muss, sollte man seine Verabredung im Voraus darauf hinweisen, dass man unter Umständen einen Anruf entgegennehmen muss, empfiehlt die Expertin. "Außerdem sollte man unbedingt darauf verzichten, mit dem Handy zu spielen oder ständig aufs Display zu schauen, während man sich mit Freunden trifft oder gar in einem Meeting sitzt." Das sei nur in Ordnung, wenn man im Kontext der Unterhaltung zum Beispiel eine Telefonnummer suchen oder einen Termin eintragen müsse.
Wer sich selbst von Handynutzern in der Öffentlichkeit belästigt fühlt, sollte den Störenfried ansprechen. "Im Zug kann ich beispielsweise ein lautstarkes Telefonat ruhig unterbrechen, indem ich höflich darum bitte, dass der Telefonierer seine Stimme dämpf", rät die Expertin.
dapd