Eine Möglichkeit, das Geld zu sichern. Doch es gibt bessere Varianten.
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So sicher ist das Geld der Sparer
Für Anleger besteht kein Grund zur Panik
Chemnitz. Deutsche wie ausländische Banken verfügen über staatliche Garantien und Rettungsschirme, um Spargelder zu schützen. Im Folgenden ein Überblick.
Garantieversprechen der Europäischen Union: Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 erließ die Europäische Union eine Richtlinie, wonach jede Bank in der EU pro Anleger 100.000 Euro Spareinlagen garantieren muss. Für Ehepartner mit Gemeinschaftskonto gelten 200.000Euro. Die Kapitalgarantie umfasst Guthaben auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten, Sparbriefe und Fremdwährungskonten, die auf Euro lauten. In Deutschland gewährleistet die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) die Garantie.
Anlegern mit großem Geldvermögen empfiehlt Christoph Hommel von der Verbraucherzentrale Bayern: "Wer ganz sicher gehen will, kann Guthaben auf verschiedene Banken verteilen und so die gesetzliche Basissicherung mehrfach in Anspruch nehmen."
Deutsche Banken: Große Geldvermögen sind auch bei deutschen Geldhäusern sicher. Die meisten Privatbanken gehören neben dem EdB dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) an. Dieser garantiert aktuell Sparguthaben bis zur Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank. In der Praxis entspricht dies meist Millionenbeträgen. So sichert die Norisbank 66 Millionen Euro ab, Comdirect 107 Millionen und Targobank 244 Millionen Euro. Großbanken wie die Deutsche Bank oder die Hypovereinsbank garantieren sogar Milliardenbeträge. "Deutscher Einlagenschutz gilt auch für Guthaben bei unselbstständigen Auslandsniederlassungen, etwa bei der Ing-Diba Austria", betont BdB-Sprecherin Kerstin Altendorf.
Allerdings gehört nicht jede Bank dem Einlagensicherungsfonds an. Nichtmitglieder wie die Umweltbank gewähren deshalb nur 100.000 Euro. Positiv: Im Ernstfall zahlt der Fonds Spareinlagen plus Zinsen binnen 20 Tagen zurück. Europäische Institute: Wird Geld bei einer ausländischen Bank mit Sitz in der EU angelegt, greift ebenfalls die gesetzliche Garantie von 100.000 Euro. Darüber hinaus sind manche Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds des BdB und garantieren höhere Spareinlagen, etwa die Bank of Scotland (250.000 Euro), Cortal Consors (45 Millionen Euro) oder Barclays Bank (240 Millionen Euro). Da nicht alle ausländischen Banken dem deutschen Sicherungsfonds angehören, rät Verbraucherschützer Hommel: "Bevor Anleger höhere Beträge überweisen, sollten sie sich über den Umfang des Einlagenschutzes informieren." Institute wie die österreichische Autobank oder Moneyou gewähren beispielsweise nur die EU-Garantie.
Öffentliche Geldhäuser: Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie PSD-Banken verfügen über eigene Sicherungsverbünde. Die einzelnen Teilinstitute haften gemeinsam, falls eines in Schieflage gerät. "Kundengelder sind hier ohne Limit gesichert", betont Hommel.
Spezialfall Bausparkassen: Hier ist zwischen Bausparguthaben und Einlagen auf Sparkonten zu unterscheiden. Während Vermögen auf Bausparverträgen unbegrenzt garantiert sind, schützt der Einlagensicherungsfonds der Bausparkassen Guthaben auf Tages- und Festgeldkonten bis maximal 250.000 Euro pro Kunde ab.
Versicherungen: Alle deutschen Lebensversicherer gehören dem Sicherungsfonds Protektor an. Der Fonds übernimmt im Pleitefall die Policen und Sparverträge der Versicherten und führt sie bis Fälligkeit fort. Bis zu 1,5 Milliarden Euro stehen zum Ausgleich von Verlusten bereit.
Bislang haben die verschiedenen Sicherungssysteme über 30 Bankpleiten erfolgreich gemanagt. "Einer groß angelegten Pleitewelle wäre aber wohl kein Fonds gewachsen", sagt die Sprecherin vom Bundesverband deutscher Banken Kerstin Altendorf. Hier könne nur der Staat helfen. (bia)
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