Ginkgo biloba.
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Ginkgo in hoher Dosierung hilfreich
Wissenschaftler und Qualitätsexperten werten Studien zu Ginkgo bei Alzheimer aus
Berlin. Ginkgo biloba könnte bestimmten Menschen mit Alzheimer helfen, den Alltag wieder besser zu bewältigen. Unerwünschte Wirkungen seien nicht sehr häufig vorgekommen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln jedoch nicht auszuschließen. Das ist das Ergebnis der Auswertung mehrerer Studien durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin.
Die ausgewerteten Studien zeigten, dass die leicht und mittelschwer an Demenz erkrankten Teilnehmer, die den Ginkgoextrakt in der höchsten Dosierung (240 mg pro Tag) einnahmen, alltägliche Tätigkeiten wie Haushaltsarbeiten oder die eigene Körperpflege wieder besser bewältigen konnten. Diese Wirkung sei jedoch von Studie zu Studie unterschiedlich stark ausgeprägt gewesen. Daher lasse sich nicht eindeutig sagen, wer von Ginkgo profitieren könne und wie bedeutsam dieser Effekt sei. Bei der Dosis von 120 mg pro Tag habe der Extrakt keine eindeutige Wirkung auf Alzheimer-Symptome gezeigt, so das Institut.
Dr. Robby Peter Hofmann, Neurologe aus Chemnitz, empfiehlt, Ginkgo-Präparate in der entsprechenden Dosierung mit langem Vorlauf (bis zu 30 Jahre) zur Vorbeugung zu nehmen. Für Menschen, die bereits viele Medikamente einnehmen, ist diese Langzeitprophylaxe nicht ratsam, da Ginkgo die Leberfunktion beeinträchtigen kann. (sw)