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Massage und Kräuter vertreiben Winterblues

Johanniskraut gilt als Klassiker gegen seelische Verstimmungen

München. Viele Menschen fühlen sich an grauen Tagen vermehrt unausgeglichen und antriebslos. Verantwortlich hierfür ist der Hormonhaushalt: Durch die geringe Sonneneinstrahlung produziert der Körper weniger von dem Glücksbotenstoff Serotonin, dafür aber mehr Melatonin, ein Schlafhormon welches müde und schlapp macht. "Zwei Drittel der Frauen in Deutschland leiden regelmäßig unter dem sogenannten Winterblues", so Isabell Goyn, Gesundheitswissenschaftlerin bei Doc Jones, einem Gesundheitsportal für Pflanzenheilkunde. Die richtige Ernährung, Ausdauersport an der frischen Luft, der Einsatz von Heilkräutern oder Aromatherapie kann die eigene Laune verbessern.

Da viele wichtige Nervenstränge durch die Füße verlaufen, kann eine entspannende Massage des Fußballens Wunder wirken. Dazu empfiehlt sich ein wärmendes Fußbad mit Rosmarin- oder Melissenöl. "Die Kräuter enthalten beruhigende, zellregenerierende Stoffe und sorgen so für ein sonniges Gemüt", so die Expertin.

Der Klassiker unter den natürlichen Muntermachern ist Johanniskraut. Es verspricht gute Laune und Gelassenheit. Das leuchtend gelbe Kraut ist in vielen Antidepressiva enthalten. "In rein pflanzlicher Form ist es jedoch milder und kann auch bei Verstimmungen und Abgeschlagenheit eingenommen werden", erklärt Isabell Goyn. Jedoch ist der Einsatz mit Vorsicht zu genießen, da während einer Johanniskraut-Behandlung die Lichtempfindlichkeit zunimmt.

Bei seelischer Verstimmung und Traurigkeit ist es wichtig, sich etwas Gutes zu tun und für ausreichend Entspannung im stressigen Alltag zu sorgen. Dazu eignen sich Bäder mit Lindenblütenzusatz besonders. Die Blüten pflegen nicht nur die Haut, sondern enthalten schmerzstillende und beruhigende Inhaltsstoffe. Zwei Handvoll getrocknete Blüten in einem Liter kochenden Wasser ziehen lassen und danach den Sud ins Badewasser geben.

Bewegung in Verbindung mit Musik wirkt sich positiv auf das limbische System im Gehirn aus, welches für Stimmungslagen und Kreativität verantwortlich ist. Sogar das Immunsystem kann durch harmonische Melodien gestärkt werden. Einfach mal wieder das Lieblingslied laut aufdrehen, tanzen und neuen Schwung ins Leben bringen.

Lachen hilft gegen schlechte Laune, auch wenn einem gar nicht danach ist. Wenn man ohne Grund laut lacht oder sich im Spiegel anlächelt, hebt das die Laune. (sw)

 
erschienen am 17.02.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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