Stilles Mineralwasser ist ein beliebtes Getränk. Stiftung Warentest hat 29 Produkte untersucht.
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Vieles spricht für Wasser aus der Leitung
Zahlreiche stille Mineralwässer enthalten weniger Mineralien als Leitungswasser
Berlin. Keines der 29 geprüften Produkte konnte die Tester wirklich überzeugen, jedes stille Mineralwasser wies eine entscheidende Schwäche auf. Neben einem Mangel an Mineralstoffen wurden Keime, Kennzeichnungsmängel oder leichte geschmackliche Fehler beanstandet. Die Untersuchung ist im Juli-Heft der Zeitschrift "test" veröffentlicht.
Wasser aus dem Hahn sei nicht nur bequemer, sondern auch wesentlich günstiger als das Flaschenwasser, erklärten die Tester. In Chemnitz etwa kostet ein Liter Leitungswasser 0,2 Cent. Im Supermarkt und beim Discounter zahle man für Wasser 13 Cent, für Produkte klassischer Marken sogar meist mehr als 50 Cent je Liter.
Viele Käufer versprächen sich von Wasser in Flaschen mehr Mineralstoffe. Doch fast zwei Drittel der getesteten Wässer enthielten so wenig Mineralstoffe, dass selbst Leitungswasser besser abschneidet. Seit einer EU-Harmonisierung im Jahr 1980 dürfen sich auch Wässer mit einem äußerst geringen Mineralstoffgehalt Mineralwasser nennen.
Das mineralstoffärmste Wasser im Test war Saskia Naturis aus der Quelle Kirkel, das eigens für den Discounter Lidl produziert wird. Es hat laut Stiftung Warentest einen Mineralstoffgehalt von 31 Milligramm pro Liter. Wasser aus dem Hahn erreicht in aller Regel ein Vielfaches. Das stille Wasser der Marke Contrex erreichte im Test mit mehr als 2100 Milligramm pro Liter den besten Wert. Bei diesem wie auch bei mehreren anderen Produkten raten die Tester Menschen mit einem schwachen Immunsystem jedoch zum Abkochen. Denn auch abgefülltes Wasser sei nicht unbedingt keimfrei. In mehr als jeder dritten Flasche wurden Keime gefunden. Für Menschen mit Immunschwäche und für Babys könnten diese unter Umständen problematisch sein. Für Mineralwasser wie auch für Leitungswasser gelte: Sie müssen nicht völlig keimfrei sein, dürfen aber keine Krankheitserreger enthalten. Diese wurden von den Testern in keinem der geprüften Mineralwässer gefunden.
Rückläufig sei der Bestandteil an Acetaldehyd aus den KunststoffFlaschen, berichtete "Test". Die Substanz kann ins Wasser wandern und den Geschmack beeinträchtigen. Sechs der getesteten Wässer enthielten geringe Mengen der Substanz. Dies war aber gesundheitlich und geschmacklich kein Problem.
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