Zur Brille gibt es mittlerweile viele Alternativen.
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Vorsorge kann Sehkraft langfristig erhalten
Werden Augenkrankheiten rechtzeitig erkannt, lassen sie sich in den meisten Fällen erfolgreich behandeln
Berlin. Augenärzte können viel tun, um Sehbehinderung oder gar Erblindung zu verhindern. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass mit einer wenig belastenden Früherkennungsuntersuchung die Sehkraft langfristig erhalten werden kann. Augenärzte wollen deshalb das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vorsorge stärken, nicht nur in der Woche des Sehens bis 15. Oktober.
Die Krankheiten, die heute am häufigsten zur Erblindung führen, sind der Grüne Star (Glaukom), diabetische Netzhauterkrankungen und die Altersabhängige Makula-Degeneration. Allen gemeinsam ist, dass schon lange, bevor die Patienten Symptome bemerken, bei einer augenärztlichen Untersuchung Anzeichen der Krankheiten gefunden werden können. Um dann die Sehkraft zu erhalten, geht eine ganze Menge, betont Dr. Klaus Heckmann vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: "Die Augenheilkunde hat in den letzten zehn bis zwanzig Jahren erhebliche Fortschritte bei den Behandlungsmethoden sowohl chirurgisch wie auch medikamentös erlebt." Voraussetzung dafür sei nur, die regelmäßigen Vorsorgetermine wahrzunehmen, die ab 40. Lebensjahr dringend empfohlen werden.
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Sehfehler gibt es in großer Vielfalt, sie sind meist gut behandelbar.
Kurzsichtigkeit (Myopie):
Kurzsichtige sehen in der Nähe gut und in der Ferne unscharf. Ihr Augapfel ist zu lang. So werden beim Sehen in die Ferne die Lichtstrahlen vor der Netzhaut gebündelt. Die Folge: Das wahrgenommene Bild ist unscharf.
Weitsichtigkeit (Hyperopie):
Übersichtige Menschen sehen, wenn der Sehfehler nicht groß ist, in der Ferne gut, brauchen aber eine Sehhilfe, um kleine Objekte in der Nähe sehen oder länger lesen zu können. Ihr Augapfel ist zu kurz, sodass sich die Lichtstrahlen erst hinter dem Auge treffen. Weitsichtigkeit wird oft unbewusst kompensiert, zum Beispiel durch größeren Abstand zu Leseobjekten, was zu Kopfschmerzen führt.
Stabsichtigkeit (Astigmatismus):
Beim astigmatischen Auge gleicht die Form der Hornhautoberfläche mehr der Seite eines Eies als einer Kugel. Die Wölbung ist nicht durchgehend gleichmäßig, sondern in einer Achse ist das Auge übersichtiger, in der senkrecht dazu stehenden Achse ist es kurzsichtiger. Das Licht, das ins Auge fällt, wird aufgrund dieser unterschiedlichen Achsen nicht in einem Brennpunkt fokussiert, sondern in zwei "Brennlinien". Das astigmatische Auge kann daher keinen Punkt (und damit kein Bild) scharf abbilden. Ein Zylinder-Brillenglas kann bei eine punktscharfe Abbildung erzeugen. Es besteht aus einem "Plusanteil" und einem "Minusanteil" die senkrecht zueinander geschliffen sind.
Altersweitsichtigkeit (Presbyopie):
Die Elastizität der Augenlinse lässt mit zunehmendem Alter spürbar nach. Ab 40 reicht die für die Scharfeinstellung auf die Nähe erforderliche Linsenwölbung nicht mehr. Eine Sehhilfe ist nötig. (sw)