Kopfsalat der Sorte "Attraktion" schießt im Verlauf des Wachstums nicht nach oben und bildet keine Blütenstände aus. Das garantiert eine qualitativ bessere Ernte. Die Pflanzen können jetzt aufs Beet.
Foto: Siegfried Neumann
"Attraktion" im Gemüsegarten
Im Haus- und Kleingarten gibt es das ganze Jahr über zu tun - Folgende Arbeiten sind im Monat Juni wichtig
Chemnitz. Mit Pflegearbeiten an Obstgehölzen und Zierpflanzen sowie der erneuten Bestellung abgeernteter Gemüsebeete beschäftigen sich Hobbygärtner unter anderem in diesem Monat.
Obst: Hängen die Früchte an den Obstgehölzen zu dicht, empfiehlt es sich, die Fruchtstände rechtzeitig auszudünnen. Diese kleine Mühe lohnt, denn so kann man im Herbst gut entwickelte wohlschmeckende Früchte von den Zweigen pflücken. Baumveredlungen vom Frühjahr brauchen jetzt die Aufmerksamkeit des Gärtners. Stark zu kürzen beziehungsweise ganz zu entfernen sind die Sprosse der Unterlage, die die Sprosse der aufveredelten Sorte überwachsen. So können sich die aus den Reisern sprießenden Jungtriebe gut entwickeln. An Kernobst, das von der Form her einer Spindel ähnelt, ist der Sommerschnitt erforderlich. Jungtriebe schwach wachsender Sorten werden auf ein mit vier bis fünf Blättern besetztes Reststück gekürzt, die von stark wachsenden Sorten auf ein Reststück mit sechs bis sieben Blättern.
Erdbeeren, besonders von zu dicht stehenden Pflanzen, werden bei feuchtwarmer Witterung oft von Grauschimmel befallen. Um weitere Infektionen zu verhindern, sind beim Pflücken reifer Früchte auch alle schimmeligen Beeren mit zu entfernen und über die Restmülltonne zu entsorgen.
Gemüse: Kein abgeerntetes Beet muss unbestellt bleiben. Wer bis Anfang Oktober kontinuierlich Pflückbohnen ernten möchte, sät alle zehn bis zwölf Tage Buschbohnen aus. Auf das 1,20 Meter breite Beet kommen jeweils drei Reihen. Der Samen wird mit etwa zwei Zentimeter Erde bedeckt.
Soll im Herbst Porree zu Ernte anstehen, gehören die ersten Pflanzen Monatsmitte aufs Beet. Ein Reihenabstand von 30 Zentimetern und innerhalb der Reihe von zwölf bis 15Zentimetern sind optimal. Zur Ernte im Frühherbst empfiehlt sich die Sorte "Pandora", die auch leichte Fröste übersteht. Die Pflanzen wachsen rasch und bilden lange Schäfte aus. Sorten wie "Blaugrüner Winter-Alaska" halten auch starke Fröste aus. Sie eignen sich zur Ernte Winter oder Frühjahr.
Kohlrabi, der im Herbst geerntet werden soll, kommt jetzt im Abstand von etwa 30 mal 30 Zentimetern aufs Beet. Zeit wird es ebenfalls, Grün- und Rosenkohl zu pflanzen. Empfehlenswert ist ein Pflanzabstand von 50 mal 50 Zentimetern.
Zierpflanzen: Am Monatsende beginnt die Aussaat für zweijährige Pflanzen. Dazu zählen Bartnelke, Fingerhut, Goldlack, Königskerze, Marienglockenblume, Stockrose und Vergissmeinnicht. Bleiben Niederschläge aus, müssen die Saaten ständig feucht gehalten werden.
Wer abgeblühte Rosensprosse nach dem zweiten oder dritten Blatt unter dem Blütenstand abschneidet, kann sich bald über eine zweite Rosenblüte freuen. Verbleibt dem Spross nur ein mit vier oder fünf Augen (Knospen) besetztes Reststück, dauert die zweite Blüte zwar etwas länger, dafür bildet die Pflanze größere Blüten an längeren Stielen. Strauch und Wildrosen werden im Sommer nicht geschnitten, damit sie Hagebutten bilden und den Garten im Herbst und Winter schmücken sowie Vögeln als Nahrung dienen können.
Damit sie gut gedeihen, müssen viele Zierpflanzen in Pflanzkübeln und Balkonkästen zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden. Deshalb erhalten sie im Abstand von zehn bis 14 Tagen mit dem Gießwasser etwas Dünger.