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Buchtipp: "Häuser für Jung und Alt"
Viele denken schon beim Bauen oder Sanieren an zukünftige Lebensphasen
München (dapd). Viele denken schon beim Bauen oder Sanieren an zukünftige Lebensphasen. Denn Wohnsituationen ändern sich mit der Zeit - zum Beispiel, wenn die Kinder erwachsen werden, die Eltern einziehen oder die Bauherren selbst älter werden. Für diese und andere Wohnsituationen hat der Architekturbuchautor Thomas Drexel 24 realisierte Projekte in seinem Buch "Häuser für Jung und Alt" zusammengestellt. Anhand dieser Beispiele erklärt er unter anderem, wie man Mehrgenerationenhäuser vorausschauend, flexibel und kostengünstig plant.
Unabhängig davon, ob man sich für die Einliegerwohnung, ein versetztes Doppelhaus, einen Anbau oder eine Erweiterung im Garten als Wohnkonzept für mehrere Generationen entscheidet. Wichtig ist dem Autor zufolge ein gutes Verhältnis innerhalb der Familie, die später zusammenleben soll. Es müsse auch geklärt werden, welche Erwartungen alle Generationen an das gemeinsame Leben hätten - zum Beispiel in Bezug auf die Privatsphäre.
Baulich könne man den Wunsch nach Distanz etwa durch getrennte Hauseingänge und Treppen sowie separate Balkone oder Terrassen umsetzen. Gemeinsame Nutzflächen wie Gärten oder Gemeinschaftszimmer sorgten wiederum für genügend Raum für Begegnung und Kommunikation. Drexel empfiehlt zudem, schon beim Neu- oder Umbauen an Barrierefreiheit zu denken. So ließen sich Vorkehrungen für spätere Nachrüstungen etwa von Rampen oder Treppenlifts treffen.
Thomas Drexel: "Häuser für Jung und Alt", DVA, 2011, 49,99 Euro, ISBN: 978-3421038128