Fliege frisst sich in Porree
Tipps zum Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten
Chemnitz. Porreepflanzen werden im Herbst oft von der Lauchminierfliege befallen. Erste Befallsanzeichen sind helle, in Reihe angeordnete, einen Millimeter große Fraßschäden im oberen Blattbereich, in deren Nähe auch die Eiablage erfolgt. Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erklärt, entsteht der eigentliche Schaden durch die Fliegenlarven. Als markantes Symptom sind helle oder bräunlich verfärbte Fraßgänge erkennbar, die geradlinig von oben nach unten entlang des Schaftes verlaufen und an deren Ende sich meist kleine, dunkelbraune Fliegenpuppen befinden. Diese Puppen überwintern. Von den Fraßgängen ausgehend ist eine fortschreitende Fäulnis des Porrees möglich. Die Lauchminierfliege entwickelt zwei Generationen im Jahr. Die erste tritt ab Anfang April zum Beispiel beim Schnittlauch auf. Der größere Schaden wird durch die zweite Generation beim Porree im September/Oktober verursacht.
Dichtes Abdecken der Beete mit feinmaschigen Kulturschutznetzen an den Seiten kann jetzt verhindern, dass die Fliegen zur Eiablage an die Pflanzen kommen. Einzelne mit Eiern besetzte Blattspitzen sollten entfernt werden. Die Überwinterung befallener Pflanzen ist zu vermeiden sowie eine Anbaupause von zwei bis drei Jahren einzuhalten. Zur chemischen Bekämpfung steht derzeit kein Mittel zur Verfügung. (lu)