Wer seine Garage nach wie vor per Hand öffnet, steht oft im Regen. So geht es nach einer Umfrage der des "Bundesverbandes Antriebs- und Steuerungstechnik.Tore" nach wie vor der Mehrheit der Deutschen ... Wer seine Garage nach wie vor per Hand öffnet, steht oft im Regen. So geht es nach einer Umfrage der des "Bundesverbandes Antriebs- und Steuerungstechnik.Tore" nach wie vor der Mehrheit der Deutschen ...

Foto: Bas.t

Leichtes Öffnen per Knopfdruck

Bei der Auswahl von Garagentoren sind Sicherheit und Bedienkomfort wichtige Kriterien

München. Garagentor ist nicht gleich Garagentor. Welcher Tortyp soll es sein? Worauf ist bei Anschaffung und Anwendung besonders zu achten? Wer nach einem Garagentor sucht, hat grundsätzlich die Wahl zwischen Schwingtor, Sektionaltor, Kipptor, Rolltor und Flügeltor, so Produktexperten von Tüv Süd.

Auf Wärmeschutz achten

Diebstahlschutz, Schutz vor UV-Strahlung (Autolack), Komfort, Optik - ein Garagentor erfüllt viele verschiedene Funktionen. Die Bezeichnungen ISO 9, ISO 20 oder ISO 40 drücken aus, wie die Isolierung des Tores (Stärke in Millimetern) ausgeführt ist, erklären die Fachleute vom Tüv-Süd.

Denn ein Garagentor kann entscheidend zum Wärmeschutz beitragen. Auch diesen Aspekt sollten Bauherren bedenken: "Wenn die Garage samt Verbindungstür direkt ins Haus integriert ist, kann ein in die Jahre gekommenes Garagentor dem Energieverlust sozusagen Tür und Tor öffnen", merkt Steffen Mechter, Experte bei Baywa-Baustoffe, an. Die Anschaffung einer wärmedämmenden Lösung schont dauerhaft Budget und Umwelt. Wer beispielsweise ein altes Schwingtor durch ein Sektional- oder Rolltor ersetzt, gewinnt zusätzlich Stauraum. Die neuen Lösungen öffnen senkrecht nach oben. Das bringt mehr Platz vor und in der Garage - und sorgt für eine komplett freie Durchfahrt. Weil die Schwenkarme des alten Schwingtores nicht mehr in die Durchfahrt ragen, entsteht auch in der Breite mehr Platz. "Das ist für all jene interessant, die über einen größeren Wagen nachdenken", so Mechter.

Sicherheit gewährleisten

Ein modernes Garagentor sollte zudem eine rundum sichere Sache sein. So wenig Quetsch- und Scherstellen sollten wie möglich durch das Garagentor entstehen. Das ist wichtig, damit Erwachsene das Tor sicher anwenden können. Und klar ist: Alle Garagentore und bei automatischen Toren auch die zugehörigen Antriebssysteme sind kein Kinderspielzeug - hier greift die Aufsichtspflicht der Eltern. Der Hersteller eines geprüften Torsystems muss ein Warnschild beilegen, das vor der Einklemmgefahr für Kinder warnt. Dieses Schild ist bei der Installation des Tores anzubringen. Weiterer Hinweis von Tüv Süd: Intelligente Antriebssteuerungen müssen erkennen, wenn beim Öffnen oder Schließen ein ungewöhnlicher Lastwechsel stattfindet - wenn sich zum Beispiel ein Kind an den Griff hängt. Dann wird das Tor automatisch gestoppt.

... dabei lassen sich Garagentore bequem mithilfe elektrischer Antriebe und Funkhandsender vom Auto aus öffnen. Elektrische Torantriebe sind mittlerweile zeitgemäß und sorgen dafür, dass der Schirm zu Hause bleiben kann. ... dabei lassen sich Garagentore bequem mithilfe elektrischer Antriebe und Funkhandsender vom Auto aus öffnen. Elektrische Torantriebe sind mittlerweile zeitgemäß und sorgen dafür, dass der Schirm zu Hause bleiben kann.

Foto: Bast.i

Der Antrieb ist noch in Ordnung, aber es soll - zum Beispiel passend zur neuen Haustür - ein anderes Tor sein? Dann sollte man darauf achten, dass Größe und Gewicht zum vorhandenen Antrieb passen. Ist der Antrieb mit dem neuen Tor überfordert, kann dies zu Überhitzung und Brandgefahr führen.

Funkbedienung nutzen

Die meisten Systeme arbeiten heute mit einer Funkfernbedienung. Damit sich beispielsweise Handy und Funkfernsteuerung nicht in die Quere kommen und damit der Schlüsseltaster oder Schalter sowie alle entsprechenden Bauteile elektrisch sicher und robust sind, sollte der Anwender auf entsprechende Prüfzeichen für Garagentor und -antrieb achten.

Eine gute Orientierungshilfe sind das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das Oktagon von Tüv Süd. Die Produktprofis prüfen die elektrische, mechanische und funktionale Sicherheit der Tore und Antriebe. Die Endverbraucher sollten auf GS-Zeichen (wird für komplette Systeme vergeben) oder auf Bauartzeichen (beziehen sich auf einzelne Bauteile) achten, die auf gültige Normen für Garagentore verweisen. Dazu zählen die EN 60335-2-95 (elektrische Sicherheit), EN ISO 13489-1 (funktionale Sicherheit), EN 12424 (Widerstand gegen Windlast), EN 12453 (Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore), EN 12604 (mechanische Anforderungen) und EN 12978 (Schutzeinrichtungen für kraftbetätigte Türen und Tore).

Die Bedienung ist nicht immer einfach: Woran kann es liegen, wenn beim Betätigen des Schlüsseltasters gar nichts passiert? Was steht zur Wartung des Antriebs an? Informationen dazu gibt es in den Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen. Ob die Anleitung ausführlich und gut verständlich ist, ist ein wichtiges Indiz für die Qualität des Produkts. Nicht zuletzt ist die Bedienungsanleitung auch Grundlage für den fachgerechten Einbau des Tores - und dieser wiederum Voraussetzung für die Garantie, die laut Tüv Süd mindestens fünf Jahre betragen sollte. Wer selbst nicht versiert ist, beauftragt am besten eine Fachfirma - auch um eventuelle Garantieansprüche nicht zu verwirken. (pl)

 
erschienen am 17.08.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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