Zikaden übertragen Pilz

Tipps zum Umgang mit Schädlingen an Gartenpflanzen

Chemnitz. Bei Rhododendren, die in diesem Jahr schlecht geblüht haben, sollte auf das Auftreten der Rhododendronzikade geachtet werden, rät das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Der Schädling legt seine Eier ab Anfang September an die Blütenknospen der Pflanze. Ab Anfang Mai schlüpfen die grünlich gelben, sehr beweglichen Larven. Ausgewachsene Zikaden treten ab Anfang Juli auf. Sie sind acht bis neun Millimeter lang, auffällig grün gefärbt und mit roten Streifen versehen. Der sicherste Hinweis für den Befall sind die leeren Larvenhäute auf der Blattunterseite.

Gefahr geht von der Rhododendronzikade als Überträger des Knospensterbens aus. Bei dieser Pilzkrankheit werden die Blüten- und teilweise auch die Blattknospen der Rhododendren schwarz und sterben ab. Befallene Knospen bekommen durch die Pilzfruchtkörper ein stacheliges Aussehen. Auch Zweige können abgetötet werden, an Blättern entstehen Randnekrosen. Befallene Knospen sind möglichst auszubrechen oder auszuschneiden und zu vernichten. Durch Aufhängen von Gelbtafeln in den Sträuchern kann der Zikadenbefall reduziert werden. Bei sehr starkem Befall sind nach der Blüte und im September Spritzungen mit Spruzit Gartenspray bzw. Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF oder Schädlingsfrei Careo möglich.

 
erschienen am 29.06.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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