Johannes Adler ist Deutschlands bester Absolvent in seinem Fach.
Foto: Wolfgang Schmidt
Alle Neune! - Volltreffer für Sachsens Handwerkernachwuchs
Alle sächsischen Sieger beim Bundesleistungswettbewerb kommen aus der Kammer Chemnitz
Chemnitz. Gestern war für neun junge Frauen und Männer aus Südwestsachsen ein großer Tag. Die Sieger beim "Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks - Profis leisten was" aus der Handwerkskammer Chemnitz wurden auf einer zentralen Festveranstaltung in Bielefeld für ihre Leistungen geehrt.
Die Siege sind nicht allein für den Nachwuchs und ihre Ausbildungsbetriebe ein ausgezeichnetes Zeugnis. Mit neun Bundessiegern ist die Handwerkskammer Chemnitz auch in diesem Jahr wieder außerordentlich erfolgreich und liegt deutschlandweit an zweiter Stelle. Damit gehen gleichzeitig alle sächsischen Siege auf das Chemnitzer Konto. Nur die jungen Gesellen aus München/Oberbayern verzeichnen einen Sieg mehr. Das gute Ergebnis für den Kammerbezirk Chemnitz wird durch einen 2. und einen 3. Platz im Wettbewerb sowie weitere vordere Platzierungen ergänzt. Ein ähnlich gutes Ergebnis gelang nur 2004 mit zehn Bundessiegern.
Einer der Erfolgreichen ist Johannes Adler, Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik. Sein Chef, Reinhard Göthel, Geschäftsführer der emb GmbH Elektromaschinenbau Chemnitz, hat schon früh das Talent des ehemaligen Lehrlings erkannt: "Wir haben Johannes deshalb rechtzeitig gefördert und zum Meisterlehrgang delegiert. Die ersten beiden Teile hat er schon erfolgreich absolviert." Fachkräfte sind in den anspruchsvollen Elektroberufen sehr begehrt, deshalb werde der junge Bundessieger auch eine lukrative Arbeitsstelle angeboten bekommen. Der Chemnitzer Handwerksbetrieb repariert vor allem Elektromotoren, Generatoren, Werkzeuge, Pumpen und Stromerzeuger für renommierte Großunternehmen.
Für den Präsidenten der Handwerkskammer Chemnitz, Dietmar Mothes, sind diese Leistungen kein Zufall. "Hier zeigt sich auch die ausgezeichnete Qualität der Berufsausbildung im Handwerk", lobt er die Leistungen der Jung-Gesellen und deren Ausbildungsbetriebe. Das sei ein entscheidender Beitrag des Handwerks zur Fachkräftesicherung am Wirtschaftsstandort Südwestsachsen.
Beim Bundeswettbewerb wetteifern junge Handwerkerinnen und Handwerker in rund 150 Berufen um den Sieg. Zuvor hatten sie sich in Kammer- und Landeswettbewerben qualifiziert. Der Kammerbezirk Chemnitz hatte 30 und damit die meisten Landessieger für den Freistaat Sachsen ins Rennen geschickt. Bereits seit 1951 messen sich die Junghandwerker, die im gleichen Jahr die Gesellenprüfung abgeschlossen haben. Jährlich sind es bundesweit etwa 3000.
Die Bundessieger der Handwerkskammer Chemnitz 2011:
- Johannes Adler, Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik
- Robin Berger, Straßenbauer
- Markus Dietrich, Mechatroniker für Kältetechnik
- Sara Schuster, Geigenbauer
- Steffi Graupner, Mediengestalter für Print und Digital
- Philipp Hilmer, Zupfinstrumentenmacher
- Florian Roscher, Maler und Lackierer
- Sabrina Wappler, Hörgeräteakkustikerin
- Mario Wenzel, Handzuginstrumentenmacher