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Ausbildung für neuen Fachwirt startet
Gesundheits- und Sozialwesen führt moderne Berufe ein
Chemnitz. Im Gesundheits- und Sozialwesen fehlen schon heute Fachkräfte. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) werden es bis 2025 rund eine Million Erwerbstätige sein - darunter viele Fach- und Führungskräfte. Um den Bedarf an kaufmännisch ausgebildeten und organisatorisch geschulten Führungskräften in der Gesundheitswirtschaft künftig abdecken zu können, gibt es ab 1. Januar kommenden Jahres die staatlich anerkannte Fortbildung zum "Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen". Die neue bundeseinheitliche Fortbildung vereinheitlicht die zahlreichen, auf Kammerebene bestehenden Qualifizierungsmöglichkeiten im Bereich des mittleren Managements. Sie entstand auf Grundlage einer Neuregelung aus dem Jahr 2009 zu Bedarf und Anforderungen für Führungskräfte im Gesundheits- und Sozialbereich.
Mit diesem Abschluss verfüge das Gesundheits- und Sozialwesen laut BIBB über einen modernen Beruf, der Karrieremöglichkeiten im mittleren Management eröffne und eine attraktive Alternative zu den Bachelor-Studiengängen biete, betont das Institut. Zu den Aufgaben der künftigen Fachwirte gehörten unter anderem das betriebswirtschaftliche Management und die Personalsteuerung in ambulanten, teilstationären und stationä- ren Einrichtungen sowie in Organisationen, Institutionen und Verbänden.
Das neue berufliche Fortbildungsangebot steht laut BIBB allen Absolventen anerkannter Ausbildungsberufe im Gesundheits- und Sozialwesen offen. Hauptsächlich richte es sich an interessierte Gesundheits- und Krankenpfleger, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, Sozialversicherungsfachangestellte, Angestellte in kaufmännischen Berufen sowie Altenpfleger, die bereits Arbeitserfahrungen in größeren Versorgungseinrichtungen gesammelt hätten. Das BIBB und weitere Institute erforschen den künftigen Fachkräftebedarf. Damit sollen mögliche Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sichtbar gemacht werden. (mit dapd)