Bei Lange & Söhne werden weltweit begehrte Luxusuhren gefertigt.
Foto: Lange & Söhne
Büste und Nachwuchspreis
Lange Uhren ehrt Firmengründer und fördert junge Uhrmacher
Glashütte. Mit einem Denkmal für Ferdinand A. Lange, enthüllt von 15 Auszubildenden der unternehmenseigenen Uhrmacherschule, ehrt Lange & Söhne den Gründer der deutschen Feinuhrmacherei. 1845 hatte Lange mit 15 Lehrlingen die erste Uhrmacherwerkstatt eröffnet. Jetzt ziert seine Bronzebüste einen Park, der in einer Größe von 3000 Quadratmetern auf dem Gelände der ehemaligen Müglitztal-Brauerei Bürgern und Gästen der Stadt Glashütte Erholung bieten soll.
Die Idee zur Firmengründung hatte Ferdinand A. Lange während seiner Lehr-und Wanderjahre entwickelt, die ihn von 1837 bis 1841 in die damaligen Zentren der Feinuhrmacherei nach London, Paris und in die Schweiz geführt hatte. Mit einem Fortbildungsprogramm für junge Uhrmacher aus aller Welt fördert jetzt die Lange Uhren GmbH die internationale Ausrichtung ihres Handwerks. 30 Uhrmacherschulen aus aller Welt hatte sie eingeladen, ihre besten Schüler vorzuschlagen. Sieben kamen in die Endauswahl. Dresden und Glashütten waren für die jungen Schweizer, Japaner, Franzosen, Dänen, Finnen und Deutsche die ersten Stationen auf den Spuren von Ferdinand A. Lange. Hier erlebten sie traditionelle Dekorationstechniken wie die Perlage einer Dreiviertelplatine und das Polieren von Goldchatons oder markentypische Besonderheiten wie die Zweimontage eines Lange-Kalibers.
Weitere Stationen der Uhrmacher-Reise werden London, Paris und die Schweiz sein. Am 7. Dezember, den Gründungstag des Unternehmens, wird der Sieger bekannt gegeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und zweckgebunden für weiterführende uhrmacherische Studien. Lange Uhren beschäftigt rund 450 Mitarbeiter, die überwiegend aus der Region stammen.