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Für mehr Qualität im Studium
TU Chemnitz beteiligt sich erfolgreich am Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen
Chemnitz. Die Technische Universität (TU) Chemnitz will die Qualität in Studium, Lehre und Weiterbildung noch weiter erhöhen und hat deshalb kürzlich ein spezielles Mentoring- und Betreuungsprogramm gestartet. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des so genannten Qualitätspaktes Lehre mit etwa fünf Millionen Euro gefördert.
Bei diesem Programm werden wichtige Themen aufgegriffen, die die Studienbedingungen weiter verbessern. Der Bedarf wurde durch die Umstellung des Studiensystems von Bachelor auf Master deutlich. Eine Arbeitsgruppe hatte im vergangenen Jahr die Situation analysiert und Empfehlungen für Verbesserungen gegeben. So werden bei dem Programm zunächst unter anderem Betreuungs- und Beratungsangebote in der Studieneingangsphase, bei einem Hochschul- oder Studiengangswechsel und bei Überschreitung der Regelstudienzeit ausgebaut. "Beispielsweise werden Brückenkurse angeboten, die den Übergang von der Schule zum Studium und vom Bachelor- zum Masterstudium vereinfachen", sagt Prof. Albrecht Hummel, Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung.
"Zudem sollen Lehrveranstaltungen sowie Module inhaltlich besser aufeinander abgestimmt und zusätzliche Tutorien für Nach- und Wiederholer angeboten werden. Ein besonderes Interesse gilt dabei den so genannten Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik", fügt Projektleiter Markus Hesse hinzu. Er ist sich sicher, dass all die Maßnahmen den Studenten voll zugute kommen und das Studium in Chemnitz noch attraktiver machen. "Diese Qualitätsinitiative ist ganz im Sinne der Studierenden, denn mit diesem Projekt werden wich- tige Themen zur weiteren Verbesserung der Studienbedingung aufgegriffen und durch personelle Verstärkungen zielgerichtet Entlastungen geschaffen", versichert der Prorektor.
Die TU Chemnitz gehört zu den Hochschulen, die bereits in der ersten Bewilligungsrunde zur Förderung vorgesehen wurden. In dieser Auswahlrunde wurden aus 204 Anträgen von 194 staatlichen Hochschulen insgesamt 104 Anträge zur Förderung ausgewählt, darunter sieben in Sachsen.
Zusätzlich ist die TU Chemnitz an einem Verbundantrag der sächsischen Universitäten beteiligt. Dabei geht es um mehr Qualität in der Weiterbildung. Dieser Antrag wird vom Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen an der Universität Leipzig koordiniert. Eine Entscheidung über die Auswahl zu Förderung wird Ende des Jahres erwartet. Die Uni hat mehr als 10.700 Studierende in 34 Bachelor- und in 45 Master-Studiengängen.
Qualitätspakt Lehre
Ende vergangenen Jahres hatten Bund und Länder den Hochschulpakt 2020 um den "Qualitätspakt Lehre" erweitert. Diese dritte Säule soll bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre bringen. Insgesamt sollen darin bis zum Jahr 2020 rund zwei Milliarden Euro Bundesmittel für bessere Studienbedingungen investiert werden.
Die erste Förderphase umfasst fünf Jahre, wobei in der ersten Auswahlrunde (Förderbeginn Wintersemester 2011/2012) rund 600 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Weitere 400 Millionen Euro sind für Förderung weiterer Hochschulen in der zweiten Bewilligungsrunde sind. Die Förderung dafür beginnt im Sommersemester des kommenden Jahres.
Eine Anschlussförderung ist dann für weitere fünf Jahre bis 2020 möglich. Jede Hochschule kann sich mit einem Einzelantrag sowie zusätzlich an einem Verbundantrag mit anderen Hochschulen beteiligen. (NA)