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Für Ordnung in der Büroküche
Regeln verhindern Chaos und dicke Luft
Berlin. Die Ordnung in der Teeküche ist in vielen Unternehmen ein Reizthema. Während die einen peinlich genau darauf achten, dort keinen Krümel zu hinterlassen, verteilen andere großzügig schmutziges Geschirr, halbvolle Flaschen und angebissene Brötchen in dem Gemeinschaftsraum. "Viele verstecken sich im Büro einfach hinter der Masse", sagt Nandine Meyden, Expertin für Business-Etikette aus Berlin. Denn während zu Hause sofort klar wäre, wer der Schmutzfink ist, lasse sich das bei größeren Teams oft kaum feststellen.
Zudem seien die Küchenregeln von Firma zu Firma durchaus unterschiedlich, und manchem sei einfach nicht bewusst, dass er als Angestellter etwa für das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine zuständig ist. "Wichtig ist daher, dass man ein paar Regeln zur Küchennutzung aufstellt - und dass jeder diese Regeln kennt", sagt die Autorin des Ratgebers "Karrierekiller". Beispielsweise könne man damit festhalten, dass jeder sein schmutziges Geschirr selbst wegräumt und dass derjenige, der die Kaffeekanne leert, auch einen neuen Kaffee aufsetzen muss. Die Liste mit den einzelnen Punkten könne man beispielsweise an alle Kollegen per Rundmail verbreiten und sie zusätzlich für jeden sichtbar in der Küche aufhängen. Halten sich die Kollegen jedoch nicht an die Küchenregeln, sollte man erst einmal versuchen, mit sanften Hinweisen auf sie einzuwirken. "Beispielsweise könnte man auf einem schmutzigen Teller einen Zettel drapieren, auf dem man noch mal mit netten Worten an die Spülmaschinen-Regel erinnert", schlägt die Expertin vor.
Als nächsten Schritt könne man einige Tage lang ein Schild in der Küche aufhängen, das auf die Missstände hinweist. Wichtig sei allerdings, auch hier auf freundliche Formulierungen zu achten. "Sätze wie 'Das da unten ist die Spülmaschine!!!' rufen eher Trotzreaktionen hervor", sagt Meyden. Stattdessen sollte man lieber an das kollegiale Miteinander appellieren und die anderen freundlich darum bitten, doch ihren Teil zur Sauberkeit der Küche beizutragen.
Eine andere Möglichkeit sei, den betreffenden Kollegen direkt anzusprechen und ihn höflich darum zu bitten, sein Verhalten zeitnah zu ändern. "Das schmutzige Geschirr auf den Schreibtisch des Kollegen zu stellen, sollte dann allerdings wirklich die allerletzte Maßnahme sein", betont Nandine Meyden. (dapd)