Bei Köchen ist Kreativität gefragt. Doch der Beruf ist auch körperlich schwer.
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Lehrstelle für Köchin sehr gefragt
Bei Arbeitgebern und Schulabsolventen sind noch viele Wünsche offen
Chemnitz. Die Zeiten knapper Lehrstellen sind erst einmal vorbei. Derzeit gibt es in Sachsen 8800 freie Ausbildungsplätze, 7300 Jungen und Mädchen haben noch keinen Vertrag abgeschlossen. Was theoretisch einfach aussieht, ist in der Realität äußerst schwierig. Denn die Wunschberufe des Nachwuchses haben sich in den vergangenen Jahren kaum geändert. Nach wie vor stehen Bürokaufmann/-frau, Verkäuferin, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Koch oder Köchin ganz oben auf der Wunschliste.
Doch Angebot und Nachfrage klaffen bei allen Berufen deutlich auseinander. So gibt es für Verkäufer/-in 1257 Interessenten, aber nur 606 Ausbildungsstellen, für Einzelhandelskaufmann/-frau bewerben sich 1047 Personen auf 773 Lehrstellen. "Es ist immer noch sehr schwer, die jungen Leute für Alternativen zu gewinnen", sagte Silvio Herzog, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach wie vor strebten die Mädchen in typische weibliche Berufe. Nur sehr wenige ließen sich für die sogenannten Mint-Berufe begeistern. Mint steht für die Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
Die Arbeitgeber wiederum kritisieren die schulischen Leistungen der Bewerber, heißt es bei der Industrie- und Handelskammer Chemnitz. Die BA möchte deshalb mit einem speziellen Arbeitgeberservice die Firmen überzeugen, dass sie auch leitungsschwächere Bewerbern eine Chance geben. "Der geförderte Stützunterricht soll dazu beitragen, dass die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen werden kann", meinte Herzog. Im Freistaat werden dabei derzeit 1051 Teilnehmer unterrichtet, seit Jahresbeginn haben 458 Auszubildende diese Maßnahme neu begonnen.
Auch die IG Metall sieht großen Bedarf, um dem Berufsnachwuchs notwendiges Wissen zu vermitteln. Die Gewerkschaft hat bundesweit entsprechende Regelungen in den erst kürzlich unterschriebenen Tarifvertrag aufgenommen.