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Vor der Ferienreise den Impfschutz prüfen

Manche Kassen übernehmen Kosten - Gesundheitsprophylaxe unerlässlich

erschienen am 29.06.2009

Chemnitz. In vielen Urlaubsländern treten Krankheiten auf, die teilweise schwer zu behandeln sind und in manchen Fällen sogar tödlich verlaufen können. Dazu gehören bei Reisen in ferne Länder Erkrankungen wie Typhus, Hepatitis, Gelbfieber oder Malaria. Aber auch in den heimischen Gegenden können Gefahren wie der durch Zecken übertragene FSME-Virus lauern.

Glücklicherweise gibt es Schutzimpfungen oder eine medikamentöse Prophylaxe, die vor diesen Erkrankungen wirkungsvoll schützen können. Da viele Impfstoffe einige Zeit brauchen, um ihre volle Schutzwirkung zu entfalten, sollten die Impfungen rechtzeitig eingeplant werden. Welche Impfungen für welche Länder wichtig sind, kann man zum Beispiel den Empfehlungen der Weltgesundheitsbehörde WHO entnehmen oder im Gespräch mit dem Arzt erfahren.

"Auch die Kosten der benötigten Impfungen sind bei der Reiseplanung im Auge zu behalten", empfiehlt Ulrike Dzengel von der Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen Reiseschutzimpfungen für den privaten Urlaub von der gesetzlichen Krankenkasse nicht getragen werden und sind daher vom Versicherten selbst zu bezahlen. Allerdings gibt es mittlerweile Kassen, die die Kosten wichtiger Reiseimpfungen als Zusatzleistung übernehmen. Dzengel rät, sich bei seiner Kasse darüber zu informieren.

Grundsätzlich ist vor jeder Reise zudem zu prüfen, ob der allgemeine Impfschutz, zum Beispiel Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, noch wirksam ist. Eine Übersicht mit den Impfbestimmungen der einzelnen Urlaubsländer findet sich im Internet beim Centrum für Reisemedizin www.crm.de. Neben dem Arzt kann auch das Tropeninstitut rechtzeitig nach den aktuellen Impfbestimmungen für das Urlaubsziel gefragt werden. Wichtig: Impfpass mit auf die Reise nehmen.

Reiseapotheke

Zu einer guten Reiseapotheke gehören die persönlichen Medikamente sowie ein Sonnenschutzmittel, ein Gel gegen Allergien und schweren Sonnenbrand, eine Anti-Mücken-Lotion und eine Creme gegen Insektenstiche. Sterile selbsthaftende Wundkompressen, Pflaster und elastische Mullbinden sind ebenfalls nützlich. Ein hustenlösendes Mittel sowie ein Medikament gegen Fieber und Schmerzen gehören auch dazu. Reisende in Malaria-Risikogebiete sollten sich vor Reiseantritt genau über die Einnahme von Prophylaxemedikamenten informieren. (LU/mp)

 
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